„Bingo“ fördert Umweltaktivitäten ISG Melle auf dem Weg zur Umweltschule

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Melle. Die IGS ist auf dem Weg zur Umweltschule in Europa. Wichtige Beiträge auf diesem Weg leisten drei nachhaltige Schülerfirmen, die sich um Bienen, die Streuobstwiese und die gärtnerische Gestaltung kümmern.

Ein weiterer aktueller Meilenstein für die Umweltaktivitäten der Schule ist dabei die Förderung durch die Deutsche Umweltstiftung „Bingo“: Für „das Leben in der Streuobstwiese“ dürfen 2100 Euro ausgegeben werden, von denen alle drei Schülerfirmen profitieren.

Viele Aktivitäten

„Wir freuen uns schon auf die eigene Saftpresse“, erklärt Celine Meyer (13) von der Schülerfirma Fruchtigs (man beachte das „igs“ am Ende des Firmennamens). „Denn in diesem Jahr haben wir die Früchte von unserer Streuobstwiese noch von einer Lohn-Mosterei in Saft umwandeln lassen, das machen wir nächstes Jahr selbst“, erläutert Zoe Goldhorn (13). Emma Henseler (12) weist darauf hin, dass das Schüler-Unternehmen „Fruchtigs“ auf Schulfesten bereits Säfte, Apfelmus und Apfelpunsch verkauft hat. „Fruchtigs“ kümmere sich aber auch um die Naturbeobachtung und habe deshalb vom Bingo-Stiftungsgeld zwei Ferngläser angeschafft, berichtet Lehrerin Melanie Cronshagen.

Aus Rasen wird Blühfläche

Für die Neuanpflanzung von 20 weiteren alten Obstsorten auf der Streuobstwiese sorgte die Schülerfirma „Grüner Daumen“. Deren Aufgabenbereich umfasst vor allem gärtnerische Arbeiten. Mit dem Geld von der Bingo-Stiftung konnten neue, dringend benötigte Garten- und Erntegeräte angeschafft werden. Die von Lehrerin Vera Remmers betreute Firma „Grüner Daumen“ war aber auch schon beim Bau kleiner Gewächshäuser und beim Bemalen von Blumentöpfen aktiv.

Mit der Umwandlung von 150 Quadratmeter Rasen in eine Blühfläche vergrößerten die jungen „Gärtner“ das Nahrungsangebot für Wildbienen, Hummeln und die schuleigenen Honigbienen. Seit dem Frühjahr 2017 gibt es nämlich eine eigene Schulimkerei. „Der erste Honig wurde bereits geerntet und soll in Zukunft verkauft werden“, verspricht Lehrer Jörg Wiesner. Vom Geld der Umweltstiftung konnte auch noch Material für Nistkästen angeschafft werden, die im Winter zusammengebaut werden sollen.

„Die drei nachhaltigen Schülerfirmen, die wir auch NaSch-Projekte nennen, laufen gut und entwickeln sich weiter“, stellt Melanie Cronshagen fest. Dabei übernähmen die Schüler mehr und mehr Verantwortung für ihre „Unternehmen“. „Unsere nächsten Pläne sind eine Steinkauzröhre, ein Insektenhotel, ein Gemüse-, ein Kräuter- und ein Frühbeet“, weist die Pädagogin auf weitere „Zukunfts-Visionen“ hin.

Naturschutzwoche

Die Umweltausrichtung der Schule zeigte sich auch in der „Naturschutzwoche“, in der alle Klassen der Schule kleine Aktionen auf der Streuobstwiese durchgeführt haben, die inzwischen in den Pausenbereich integriert wurde.

Das Biotop soll für die Schüler durch Beobachtung, Forschung und Sinneserfahrungen erlebbar gemacht werden. „Außerdem wollen wir künftig das Engagement zum nachhaltigen Denken, Handeln und Leben in der gesamten Schule stärken“, wies Cronshagen auf das zweite Handlungsfeld auf dem Weg zur Umweltschule hin.


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