Aus Fremden werden Freunde Trinationales Treffen von Schülern aus Melle in Belgien

Von Ricarda Muhle

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Melle. 100 Jahre Waffenstillstand am Ende des Ersten Weltkrieges – 45 Teilnehmer, darunter 15 Schülerinnen der Klasse 11 vom Gymnasium Melle, arbeiteten aus diesem Anlass zum Thema „Frieden in Europa“.

Mit ihren Mitschülern vom Lycée Desfontaines in Melle (Frankreich) und dem Sint-Franciscusinstituut in Melle (Belgien) besuchten sie Brüssel und diskutierten mit dem Osnabrücker Europaabgeordneten Tiemo Wölken.

Besonders beeindruckt zeigten sich die Schülerinnen von dem Besuch des Museums in Passchendaele, da es die erdrückenden Lebensumstände der Soldaten im Ersten Weltkrieg anschaulich darstellt.

Soldatenfriedhöfe besichtigt

Die Jugendlichen besichtigten Soldatenfriedhöfe der drei Nationen und legten bei einer Erinnerungszeremonie in Ypern einen Kranz nieder. Die Gastgeber aus Belgien zeigten ihren Mitschülern in interaktiven Führungen die Städte Brüssel und Gent. Die Gymnasiastinnen aus Melle schlossen schnell Kontakte und waren begeistert über den freundschaftlichen Zusammenhalt in der Gruppe.

Die Schülerbegegnung war eingebettet in ein Musikprojekt im Rahmen der Städtepartnerschaft der drei Meller Gemeinden. Aus Deutschland gestaltete die Petrikantorei ein Friedenskonzert mit.

Die Teilnehmer des trinationalen Projekts verfassten für das Konzert in ihren Sprachen einen neuen Text für das Lied „Ode an die Freude“ und sangen in einem Projektchor ebenfalls mit. Das Singen in der großen Gruppe mit 150 Sängern beschrieben die Jugendlichen als einen besonders emotionalen Moment (wir berichteten).

Vierteiliges Projekt

Der Besuch in Belgien ist der Abschluss des vierteiligen Projektes „Regards croisés des jeunes Mellois sur la Première Guerre Mondiale“ - Junge Meller blicken aus unterschiedlichen Perspektiven auf den Ersten Weltkrieg - das 2014 in Belgien begann, 2015 in Deutschland und 2016 in Frankreich fortgesetzt wurde. Das deutsch-französischen Jugendwerk wählte die Begegnung für das Programm „100 Projekte für den Frieden“ aus und unterstützte sie finanziell.


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