Drei Fragen an Johannes Rahe „Die First Lady wurde über Melle auf uns aufmerksam“

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Der Gründer der Ursachenstiftung, Johannes Rahe. Foto: Christoph FrankenDer Gründer der Ursachenstiftung, Johannes Rahe. Foto: Christoph Franken

Melle. Der ehemalige Inhaber der Meller Firma Coolit Johannes Rahe (74) hat 2008 die Ursachenstiftung gegründet. Im Rahmen von „Generationen-Werkstätten“ der Stiftung setzen er und seine Mitstreiter sich in der Region gemeinsam mit Firmen im Rahmen von Projekten für berufliche Bildung ein.

Herr Rahe, wie ist der aktuelle Stand Ihrer Projekte in Melle?

Wir arbeiten hier mit zwölf Unternehmen zusammen, die momentan Projekte durchführen oder durchgeführt haben. Bisher sind es in Melle 20 Projekte, von denen fünf noch laufen. Daran beteiligen sich Achtklässler aus den drei Meller Oberschulen und der IGS. In diesem Jahr waren es dann 40 Jugendliche, die wir durch die einzelnen Projekte geschleust haben. In Melle fingen wir im Jahr 2016 mit den ersten Projekten an, sodass wir bisher rund 100 Jugendliche eingebunden haben.

Welche Ziele verfolgen Sie mit den Generationen-Werkstätten?

Wir wollen insbesondere Jungs früh eine berufliche Orientierung geben. Dabei holen wir auch die Eltern mit ins Boot. In den Projekten wird den Jugendlichen Wertschätzung entgegengebracht und eine Perspektive gegeben. So wecken wir oft auch das Selbstbewusstsein der jungen Leute. Wir arbeiten ganz bewusst in kleinen Gruppen bei den Projekten, denn wir haben manchmal auch Schüler dabei, die sich schwertun. Die holen wir da ab, wo sie was können.

Außerdem wollen wir aber auch Unternehmen motivieren mitzumachen. Da kommt uns jetzt natürlich auch der Fachkräftemangel zugute, der das Interesse von Firmen an unseren Generationen-Werkstätten zusätzlich verstärkt. Die Unternehmen erkennen aber gleichzeitig bei den Projekten, dass ihr Image nach außen und innen steigt. Auch das Wir-Gefühl der Mitarbeiter wird gesteigert.

Wir binden also die kommende Generation, die Unternehmen und die erfahrene Generation der Unruheständler ein. Die geben nämlich ihre Erfahrungen während der Projekte an die kommende Generation weiter.

Es ist Ihnen gelungen, die Frau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Elke Büdenbender, in die Region zu holen. Wie gelang das?

Die First Lady Deutschlands ist auf uns aufmerksam geworden und informiert sich am 14. November in Osnabrück über zwei unserer Projekte. Die stehen stellvertretend für alle unsere Projekte in der Region. Den Besuch von Elke Büdenbender empfinde ich als ein tolles Zeichen von Wertschätzung gegenüber allen, die an den Projekten mitwirken. Dazu zählen natürlich auch die 20 Projekte und zwölf Unternehmen in Melle. fr


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