Sozialdemokraten stellen Antrag Meller SPD will Steingärten verbieten

Pflegeleicht, aber für die Natur von Nachteil sind Steingärten. Erste Kommunen in der Region ergreifen nun Maßnahmen Bald auch Melle?Foto: Marina Bolow/ColourboxPflegeleicht, aber für die Natur von Nachteil sind Steingärten. Erste Kommunen in der Region ergreifen nun Maßnahmen Bald auch Melle?Foto: Marina Bolow/Colourbox

Melle. Das Gestalten von Beeten und Vorgärten mit Steinen, Metall- und Kunststoffelementen ist für die Meller SPD ein Thema.

Statt den Vorgarten mit Pflanzbeeten, Rasen und Sträuchern auszustatten, sondern lieber einen pflegeleichten Steingarten anzulegen: Diese Entwicklung ist auch in Melle zu beobachten.

Der Meller SPD-Stadtratsfraktion ist diese Entwicklung ein Dorn im Auge. Sie möchte ein Zeichen gegen diese „Schotterwüsten“ setzen. Aus diesem Grund beantragen die Sozialdemokraten, dass künftig neue Gestaltungsvorschriften für Vorgärten gelten sollen.

Ausnahmen für Stellplätze

In einem Schreiben an Bürgermeister Reinhard Scholz beantragt die SPD-Stadtratsfraktion die Aufnahme von Gestaltungsvorschriften in neuen Bebauungsplänen. So soll zukünftig vorgeschrieben werden, dass der Vorgarten zu begrünen ist und nicht versiegelt werden darf. Ausnahmen sollen für Stellplätze, Carports, Garagenzufahrten sowie für Hauszugangswege und für Terrassen gelten.

In der Begründung heißt es unter anderem, dass sich die Steingärten negativ auf die Ökologie, das Klima und auf den Wasserhaushalt auswirken würden.

Im Gegensatz zu begrünten Flächen mit unterschiedlichen Pflanzen und Gehölzen seien Beton- und Schotterflächen nicht in der Lage, ökologische Nischen für Insekten und Vögel zu bilden, Feinstaub zu binden, Wasser zu speichern und Temperatureinwirkungen zu absorbieren, heißt es in dem vom Fraktionsvorsitzenden Wilhelm Hunting unterzeichneten Brief.

Negative Auswirkungen

Die zunehmende Inanspruchnahme der Landschaft durch Versiegelung und die globale Klimaerwärmung machten es notwendig, dass die negativen Auswirkungen, die dadurch entstehen, auf das geringstmögliche Maß reduziert werden: „Auch Melle sollte hierzu einen Beitrag leisten“, fordert Wilhelm Hunting im Namen seiner Fraktion.

Sie bittet in diesem Zusammenhang darum, dass eine Beratung und Beschlussfassung im Umweltausschuss am 15- November und anschließend im Planungs- und Stadtentwicklungsausschuss am 5. Dezember erfolgen möge.


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