Fußballfest mit Einlaufkindern Meller Kids an der Hand von Neuer, Ribery und Co

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Melle/Osnabrück. Das DFB-Pokalspiel des SV Rödinghausen gegen Bayern München war auch für hunderte Meller ein Fußballfest im Osnabrücker Stadion. Und für sieben Einlaufkids aus Melle sowieso.

Denn für diese sieben Mädchen und Jungen aus Melle, die an der Hand von Thomas Müller, David Alaba, Frank Ribery und Manuel Neuer auf das Spielfeld einliefen, düfte es unvergessliches Erlebnis gewesen sein.

„Ich werde mir jetzt längere Zeit nicht die Hand waschen, die Frank Ribery gehalten hat“, freute sich ein überglücklicher Tjark Penk (10). Stolz und Freude waren aber auch Jonathan Debbrecht (7) aus Riemsloh und den anderen fünf Meller Kindern auf den ARD-Fernsehbildern anzusehen, die von mehreren Millionen Zuschauern verfolgt wurden.

Gewinnspiel half

Die „Einlauf-Kids“ hatten ihre ehrenvolle Aufgabe deshalb erhalten, weil sie erfolgreich an einem Gewinnspiel des DFB-Pokal-Sponsors Volkswagen teilgenommen hatten. Für die örtliche Durchführung war ein Meller Autohaus zuständig. „Bis kurz vor Spielbeginn wusste noch kein Kind, mit welchem Spieler von welcher Mannschaft es einlaufen wird“, berichtete Marius Riemann, der für die Betreuung der VW-Aktion zuständig war.

Der Hype des schon seit Wochen ausverkauften Spiels war auch im Stadion erkennbar vom Nachbarort Rödinghausen auf Melle übergeschwappt. Es gab zahlreiche Meller Gruppen und gemischte Rödinghausener-Meller-Gruppen in allen Blöcken des Stadions an der Bremer Brücke. Oft waren es Mitarbeiter der Firma Häcker-Küchen, die Karten für ihre Freundeskreise besorgen konnten. Auch über gute Beziehungen zur Gemeindeverwaltung Rödinghausen waren so einige Fußballfans an die begehrten Tickets gekommen.

Tolles Erlebnis

Andere hatten einfach Glück und gehörten bei der Onlinebuchung zu den 1000 Auserwählten oder hatten einen ganzen Tag in der Warteschlange am Häcker-Wiehen-Stadion beim Direkt-Verkauf verbracht. Für ihren Einsatz wurden sie am Dienstagabend mit einem bis zur letzten Minute spannenden Spiel und allerbester Fußballatmosphäre belohnt – trotz Dauerregens und Starkwind.

Auch für Frank Schneider war das Spiel ein tolles Erlebnis, obwohl wieder seine beiden Fußballherzen - eins für Bayern, eins für Rödinghausen - teilweise gegeneinander schlugen (wir berichteten schon im Vorfeld der Partie). „Die Jungs sind zu passiv“, kritisierte er zunächst den SVR, der sich prompt zwei Gegentreffer in der ersten Viertelstunde einfing. „Der Viertligist hat wohl keine Chance gegen meine Weltklassefußballer aus München“, jubilierte sein Bayern-Herz.

„Pomadige FCB-Spieler“

Das Blatt wendete sich aber nach dem verschossenen Elfmeter von Sanches. Jetzt schimpfte Schneider über „pomadige FCB-Spieler“. Er war begeistert, wie Kelvin Lunga mehrmals die Bayern-Abwehr ausspielte. Kurz nach der Pause folgte die Bestätigung, als Lunga die Vorlage zum 1:2-Anschlusstreffer lieferte. „Ich bin richtig stolz auf unsere SVR-Jungs“, hätte er den wackeren Dorffußballern am Ende noch den Ausgleich gegönnt. Zwischdurch meinte er: „Egal wie es heute ausgeht, dieses Spiel ist immer ein Fußball-Festtag für mich“.


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