„Nicht ein einziges Mal bedroht gefühlt“ Melle: Hunderte Wespen siedeln sich im Räucherofen an

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Melle Ein großes Wespenvolk macht es sich im Garten von Hans-Jürgen Altmann an der Straße Lindath gemütlich. Als Behausung hat es sich einen Räucherofen ausgesucht.

Der Gartenfreund und Hobbykoch staunte nicht schlecht, als er Anfang Juni mal wieder selbst Lachs räuchern wollte. Beim Öffnen der Ofenklappe blickte er in ein Gewimmel der schwarz-gelb gestreiften Fluginsekten. „Da war es für mich in diesem Jahr vorbei mit dem eigenen Räucherofen“, schaut er fünf Monate zurück.

Schon einige Tage vorher war ihm die in dieser Jahreszeit ungewöhnliche Häufung von Wespen in seinem Garten aufgefallen. Jetzt war ihm klar, warum. Aufkommende Bedenken, dass die Wespen lästig oder gar gefährlich werden könnten, wischte er rasch beiseite. Jürgen Altmann wollte die nicht von jedem geliebten Tierchen nicht vertreiben und lieber auf geräucherten Schinken und Fisch verzichten. So entwickelte sich das Volk, bis das Nest die halbe Räucherkammer ausfüllte.

Flüge in Streifen-Formation

An den vielen schönen Sommertagen gab es aus dem kleinen offenen Lüftungsloch ein ständiges Rein und Raus der wachsenden Wespenpopulation. „Manchmal bildeten die Wespen bei ihren Ausflügen sogar eine Streifen-Formation“, berichtet der Naturfreund. „Meine Frau und ich sind jeden Tag am Räucherofen vorbei gegangen und haben uns nicht ein einziges Mal bedroht gefühlt“, spricht Altmann von einer „guten und verträglichen Nachbarschaft“.

Das gelegentliche Grillen im Garten lockte zwar viele Wespen auf die Fleischstückchen, aber Angriffe auf Menschen habe es nicht gegeben. „Wir mussten nur gut aufpassen, nicht auf eine Wespe zu beißen“, ergänzt der Hobbykoch und Naturfreund.

Königin überlebt

Inzwischen sind die Wespen kaum noch aktiv, höchstens an warmen Herbsttagen in der Mittagssonne. Jetzt ist Altmann gespannt, ob die Königin vor dem Winter das Nest verlässt, um im nächsten Jahr ein neues Volk an einem anderen Ort zu gründen. Denn die Arbeiterinnen leben immer nur einen Sommer lang.


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