Nach Brand im Meller Hochhaus 150 Menschen in Meller Friedhofskapelle evakuiert

Von Von Corinna Berghahn und Christoph Franken

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Unklare Lage und Bewohner am Fenster: So stellte sich die Situation beim Eintreffen der Feuerwehr dar.  Foto: NWM-TVUnklare Lage und Bewohner am Fenster: So stellte sich die Situation beim Eintreffen der Feuerwehr dar. Foto: NWM-TV 

Melle. Wegen eines Feuers im Hochhaus an der Beethovenstraße in Melle sind am frühen Montagmorgen rund 150 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Glücklicherweise erlitt nur ein Bewohner eine leichte Rauchgas-Vergiftung.

Um 2.07 Uhr war die Rauchentwicklung in dem Mehrfamilienhaus gemeldet worden. Mit der Nachtruhe war es danach auch für die Anlieger wegen der zahlreich anrückenden Einsatzfahrzeuge vorerst vorbei.

Die Feuerwehrleute stellten das Feuer sehr schnell im Keller fest. Wegen des dichten Rauches, der durch das Treppenhaus nach oben zu ziehen drohte, entscheid sich die Einsatzleitung zur Evakuierung der Bewohner. Ein 61-Jähriger kam mit einer leichten Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus, wie die Polizei mitteilte. Einige wenige weitere Betroffene wurden auf dem Parkplatz ambulant versorgt.


Brandschutt aus dem Keller lagerte am Montagvormittag vor dem Eingang.


Viele der betroffenen Mieter hatten sich beim Eintreffen der Rettungskräfte bereits ins Freie geflüchtet. Andere wurden über Leitern in Sicherheit gebracht. „Das hat gut geklappt“, lobte Feuerwehrsprecher Martin Dove das Zusammenspiel von Bewohnern und Feuerwehrleuten.

Parallel dazu drangen Wehrleute unter Atemschutz in den Keller vor und brachten das Feuer dort relativ zügig unter Kontrolle. Danach kamen Hochleistungslüfter im Haus zum Einsatz, um den Qualm aus dem Gebäude zu blasen.

Tee, Gebäck und Decken

Die Evakuierten wurden in die Kapelle des nahen Friedhofs gebracht und dort versorgt. „Das war alles gut organisiert, es gab Tee, Kaffee und Gebäck“, berichtete ein Anwohner aus dem Erdgeschoss. Außerdem seien Decken ausgegeben worden. Wer wollte, konnte aber auch in einem bereitgestellten Bus vor dem Hochhaus unterkommen. Um 7.30 Uhr schließlich war es den Bewohner möglich, in ihre Wohnungen zurückzukehren.

Am Montagvormittag danach zeugten nur noch ein großer Haufen mit stinkendem Brandschutt und ein unangenehmer Geruch im Keller von dem nächtlichen Ereignis.

Ein amtliches Siegel der Polizei vor der Kellertür, hinter der das Feuer ausgebrochen war, war am Montagvormittag bereits von den Brandermittlern und Kriminaltechnikern erbrochen worden. Warum das Feuer im Keller des Gebäudes ausbrach, ist noch unklar. „Unsere Ermittlungen laufen“, sagte Peter Kleinfeld, Leiter des Kriminalermittlungsdienstes Melle am Nachmittag.


Warum das Feuer im Keller des Gebäudes ausbrach, ist noch unklar.

Foto: NWM-TV



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