Trotz Sperrung der Gerdener Straße Bus fährt erst mal weiter von Melle nach Neuenkirchen

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Die Latten markieren nicht den zukünftigen Verlauf des Radweges an der Gerdener Straße in Melle, stellt die Straßenbaubehörde klar. Foto: Michael HengeholdDie Latten markieren nicht den zukünftigen Verlauf des Radweges an der Gerdener Straße in Melle, stellt die Straßenbaubehörde klar. Foto: Michael Hengehold

Melle/Neuenkirchen. Verkehrsteilnehmer, die auf der Gerdener Straße fahren, fragen sich, ob die Absteckungen neben der Fahrbahn den zukünftigen Verlauf des Radweges markieren und ob der wegen der straßennahen Bebauung zwischendurch unterbrochen wird. Außerdem kommt die Frage auf, was eigentlich mit der Busverbindung ist.

Wie berichtet, beginnen am kommenden Montag die Vorarbeiten für den Bau den Radweges zwischen Melle-Gerden und Neuenkirchen über eine Länge von fünf Kilometern. Dafür wird die Gerdener Straße ab Montag voll gesperrt. Voraussichtlich wird dort bis August 2019 gebaut, bis dahin kann der Verkehr dort nicht entlang rollen. Mit einer Ausnahme: Vor Weihnachten werden die Arbeiten eingestellt, je nach Witterungslage kann die Winterpause bis Januar oder Februar dauern. In dieser Zeit wird die Gerdener Straße für die Allgemeinheit wieder befahrbar sein.

Wer die wichtige Verbindung zwischen den beiden Stadtteilen in den vergangenen Tagen genutzt hat, dem sind wahrscheinlich die hellen Holzlatten mit roter Markierung aufgefallen, die in Fahrtrichtung Neuenkirchen rechts der Fahrbahn aus der Erde ragen. In der Annahme, die Hölzer markierten den Verlauf des zukünftigen Radweges, staunte so mancher, denn wenn das so wäre, läge die Strecke für Pedalisten reichlich weit von der Straße entfernt.

Tatsächlich markieren die Latten aber „das Ende des Baufeldes“, erläutert Cord Lüesse, Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Osnabrück. Neben der Straße wird Luesse zufolge ein 1,75 Meter breiter Trennstreifen verlaufen, unmittelbar daran schließt sich dann zukünftig der Radweg mit einer Breite von 2,50 Meter an. An den Stellen, an denen Bebauung dicht an die Straße rückt, wird der Radweg aber dennoch nicht unterbrochen oder hinten rum geführt, erklärt Lüesse auf Nachfrage. „Das würde ja keinen Sinn machen. An den entsprechenden Stellen wird der Radweg eng am Fahrbahnrand entlang geführt.“

Von der Vollsperrung einstweilen nicht betroffen ist der Busverkehr. Der ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) wird voraussichtlich fahren, bis die Vollsperrung der Strecke nach der Winterpause erneut eingerichtet wird. Also bis Januar oder Februar. Erst dann wird eine Umleitungsstrecke erforderlich sein, weil die Deckensanierung der Gerdener Straße im neuen Jahr beginnen wird. „Laut Planung passiert das ab dem kommenden Jahr, das könnte aber auch vorgezogen werden“, kann Luesse sich noch nicht endgültig festlegen. Wahrscheinlich sei jedoch, dass der Busverkehr bis nach der Winterpause möglich sein werde.


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