Bayrische Alpen-Gaudi am Teuto 500 meist junge Leute feiern Oktoberfest in Welling

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Wellingholzhausen Nicht nur im Alpenvorland sondern auch am Fuße der Gipfel des Teutoburger Waldes kann ein zünftiges Oktoberfest gefeiert werden. Das stellte am Samstagabend erneut die Heimatkapelle Wellingholzhausen unter Beweis, die zum nunmehr 15. Mal das traditionsreichste Fest dieser Art im Grönegau ausrichtete.

500 weit überwiegend junge Gäste bevölkerten mit Krachledernen, Karohemden und Dirndln das in bayrischem weiß-blau dekorierte Haus des Gastes. An den langen Biertischen war kein einziger zu entdecken, der auf eine bayrische Tracht verzichtet hätte. Die Besucher waren großenteils Wellingholzhausener, aber einige Gruppen waren auch extra aus Melle, Spenge oder anderen Nachbarorten „angereist“:

Für erste Hochstimmung sorgte die Heimatkapelle bereits bei ihrem Einmarsch mit dem Bayrischen Defiliermarsch. Die anschließende musikalische Eröffnung unter der Leitung von Hans-Jörg Haferkamp regte das junge Publikum zum fröhlichen Mitklatschen an - nicht nur bei bayrischer Volksmusi, sondern auch bei rheinischer und norddeutscher Stimmungsmusik.

Frisches Anstich-Bier

Traditionsgemäß wurde das Fest mit dem Fass-Anstich eröffnet. Wer dieses Jahr für diese ehrenvolle Aufgabe ausgewählt wurde, blieb bis wenige Sekunden vor dem feierlichen Akt geheim. Es war Ortsbrandmeister Wolfgang Kleinken, der nur zwei Schläge mit dem Holzhammer brauchte, bis das Bier in Strömen zu fließen begann.

„O’zapft is“: Mit dem ersten frischen Anstichbier stießen Festwirt Hendrik Schrage, Hans-Jörg Haferkamp vom Veranstalter Heimatkapelle und Wolfgang Kleinken auf einen guten Festverlauf an. Der Ortsbrandmeister sei deshalb ausgewählt worden, um die Feuerwehr trotz der Wartezeit auf ein neues Feuerwehrhaus bei Laune zu halten, merkte Haferkamp an.

Alpenmusik

Zu den nächsten Höhepunkten zählten der Wettkampf am Nagelbrett und das Baumstammsägen. Die beiden Erstplatzierten am Nagelbrett konnten sich jeweils eine Partnerin zum Durchsägen eines Baumstammes aussuchen. Sieger Christian Kanke brauchte 36 Sekunden und Henning Reich 41 Sekunden.

Zum weiteren Höhepunkt des Wellingholzhausener Oktoberfestes avancierte dann die Tanzparty mit der „Hütt’n Band“, die authentisches bayrisches Flair verbreitete, wie es von der Münchener Wies’n bekannt ist. Im Mittelpunkt standen Alpenmusik und Oktoberfest-Hits, aber auch Top-Party-Hits und Tanzschlager.

Die aus Ostwestfalen stammenden Musiker verstanden sich bei ihren vielen Gags zwischendurch durchaus auch auf die bayrische Mundart. So leiteten sie im Haus des Gastes eine bayrisch geprägte Gaudi ein, die bis tief in die Nacht andauerte.


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