Staatsanwaltschaft übernimmt Zündschlüssel-Unfall in Melle: Keine Lebensgefahr

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Zu dem Unglück in Neuenkirchen war es am frühen Mittwochabend gekommen. Foto: NWM-TVZu dem Unglück in Neuenkirchen war es am frühen Mittwochabend gekommen. Foto: NWM-TV

Neuenkirchen. Die beiden Frauen, die in Melle-Neuenkirchen von einem Auto erfasst wurden, weil ein Kind den Zündschlüssel gedreht hatte, sind nicht lebengefährlich verletzt worden.

Die Polizei hat den Unglücksfall inzwischen an die Staatsanwaltschaft in Osnabrück übergeben, sagte ein Polizeisprecher unserer Redaktion auf Anfrage. Das bestätigt Oberstaatsanwalt Alexander Retemeyer als Sprecher der Staatsanwaltschaft. Ebenso die Tatsache, dass die beiden Frauen nicht in Lebensgefahr schweben.

Am frühen Mittwochabend hatte ein zweijähriges Kind auf einem Privatgrundstück in Neuenkirchen den Zündschlüssel eines Wagens umgedreht. Das Auto machte daraufhin einen Satz nach vorne und erfasste eine 18-jährige und eine 58-jährige Frau, die auf einer Bank saßen.

Die Mutter sowie eine Verwandte

Dabei habe es sich um die Mutter sowie eine Verwandte gehandelt, berichtet der Oberstaatsanwalt. Informationen der Staatsanwaltschaft zufolge hatte die Mutter das Kind schon in das Auto gesetzt, um sich von der Verwandten noch zu verabschieden.

Die Staatsanwaltschaft werde aber in diesem Fall nicht weiter tätig werden, es sei denn, es ergebe sich ein Verdacht auf fahrlässige Körperverletzung, erläuterte der Oberstaatsanwalt. Das könnte zum Beispiel der Fall sein, wenn das Kind so etwas schon einmal gemacht hätte und die Mutter damit hätte rechnen müssen, dass es wieder passieren könnte.

Andere Möglichkeiten, dass weitere Ermittlungen geführt werden, wären, das eine der beiden verletzten Frauen einen Strafantrag stellt, was innerhalb von drei Monaten erfolgen müsste. Oder ein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung vorliege. Letzteres sei in diesem Fall jedoch nicht gegeben, so Retemeyer.


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