Dreiste Diebe in Eicken-Bruche Immer wieder beklaut: Meller Hofbesitzer ist genervt

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Melle. Hans-Hermann Tiemann ist genervt. Immer wieder kommt es zu Sachbeschädigungen und Diebstahl auf seinem elterlichen Hof in Eicken-Bruche. Seit dem Tod seines Vaters scheinen dreiste Diebe den Hof als eine Art Selbstbedienungsladen zu betrachten. Dabei gibt es auf dem Anwesen gar nichts zu holen – außer vielleicht einen Sandsteintrog.

Der Trog hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Tiemann kann seinen Frust und seine Wut kaum im Zaum halten. Denn es ist ja nicht das erste Mal, dass der Theologe zur Meller Polizei gehen und wieder irgendeinen Vorfall melden muss. „Ich bin ständig hier auf dem Hof und renoviere das Gebäude nach und nach. Aber alles kann ich auch nicht im Blick haben“, sagt er. Was er denn nun tun müsse? Kameras aufstellen?

Nichts von Wert

Anfang Oktober hat ihm jemand einen 50 mal 25 Zentimeter großen Sandsteintrog geklaut. Das Ding habe bestimmt 60 Kilo gewogen, glaubt Tiemann. Nun ist es weg. Nur die Erde liegt noch vor dem Eingang zum Gebäude. Vor einem Jahr hat jemand eine antike, hölzerne Sackkarre mitgehen lassen, direkt aus der Diele. Tiemann, der mit seiner Familie in Wissingen lebt, hatte Sperrmüll an die Straße gestellt. Offensichtlich animierte das einige Leute, sich auch mal die Habseligkeiten auf dem Rest des Hofes anzusehen. „Die sind hier einfach in die Diele spaziert und haben gefragt, ob sie denn das Sofa und den Schrank auch noch mitnehmen könnten. Unglaublich!“, erzählt Tiemann erbost.

Fenster ging zu Bruch

Auch wenn die Gegenstände keinen hohen Wert haben, so nervt Tiemann doch die Dreistigkeit, mit der die Diebe vorgehen. Der zum Hof gehörige Kotten, der ein paar hundert Meter weiter am Abzweig nach Buer liegt, wurde Pfingsten von Dieben heimgesucht. Auch dort gab es nichts von Wert. Am Ende ging aber ein Fenster zu Bruch und eine hölzerne Eingangstür. Und dann wäre da noch die beschädigte Mauer am Kriegerdenkmal. Da ist ein Mann nach einem Überholmanöver reingebrettert, hat das Verkehrschild mitgenommen, den Jägerzaun am Denkmal zerstört und die Steinmauer auf der Grundstücksgrenze beschädigt. Den Crash hat Tiemann gehört, als er auf dem Dachboden in der Diele neue Bretter verlegte. Der Fahrer hat ihm fairerweise noch seine Kontaktdaten hinterlassen, ist dann aber mit seinem völlig verbeulten Auto schnell davongebraust.

Keine besondere Häufung

Manchmal bekommt Tiemann aber auch etwas zurück. Nicht immer wird ihm etwas weggenommen. Zum Beispiel die grünen Plastikpakete auf der Steinmauer, hinter der ein alter Passat sein Dasein fristet. „Wer die hier ablegt, weiß ich nicht. Aber es sind immer dieselben Pakete“, berichtet Tiemann.

Bei der Polizei in Melle ist den Beamten keine besondere Häufung derartiger Vorfälle bekannt. „Da gibt es nichts, worüber wir stolpern“, sagte dazu Peter Kleinfeld von der Meller Polizei.


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