Stiftung Lauter hilft Brennofen für die Meller Kinderkunst-Werkstatt

Meine Nachrichten

Um das Thema Melle Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Stolz präsentierten die kleinen Künstler ihre Werke aus Ton, die sie unter Leitung von Christel Heil (Mitte) hergestellt haben. Auch Margarete Kloss-Rittmeister vom Kunstverein (links neben dem Plakat) und Annegret Mielke (Stiftung Lauter) waren von den Werken begeistert. Foto: Catharina KellermannStolz präsentierten die kleinen Künstler ihre Werke aus Ton, die sie unter Leitung von Christel Heil (Mitte) hergestellt haben. Auch Margarete Kloss-Rittmeister vom Kunstverein (links neben dem Plakat) und Annegret Mielke (Stiftung Lauter) waren von den Werken begeistert. Foto: Catharina Kellermann

ckelMelle. Zur großen Freude der Verantwortlichen des Kunstvereins Melle konnte das Projekt „Brennofen für die Kinderkunst-Werkstatt“ mit Hilfe der Stiftung Lauter verwirklicht werden. Der neue Ofen kam direkt zum Einsatz.

„Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung der Stiftung. Wir hätten dieses Projekt sonst nicht realisieren können“, bedankte sich Margarete Kloss-Rittmeister, die Schriftführerin des Kunstvereins, bei Annegret Mielke, die für die „Stiftung Lauter – Stiftung für Kinder, Jugendliche und Familien im Landkreis Osnabrück“ gekommen war. Diese war wiederum voll des Lobes für die tollen Mitmachangebote des Vereins für Kinder, die genau dem Zweck der Lauter-Stiftung entsprächen: „Deswegen ist es mir eine große Freude, dass die Lauter-Stiftung dieses Projekt mit 3275 Euro unterstützt und so ermöglicht hat.“

Plattentechnik und Würstchentechnik

Die ersten, die vom neuen Brennofen profitierten, waren die Teilnehmer des Kurses „Figürliches Arbeiten mit Ton“. Im Rahmen des Herbstferienprogramms hatte der Kunstverein Kinder ab fünf Jahren eingeladen. Unter der Leitung von Christel Heil stellten die Kinder Daumenschälchen, Teller und kleine Tierfiguren her. Ganz fachmännisch erklärte Kursteilnehmer Nicolai Stratmeier die angewandten Techniken. „Bei der Daumenschale fängt man mit einer Kugel an, in die man seine Daumen drückt und dann das Ganze dreht, während man die Schale immer größer macht.“ Außerdem hätten sie noch die Plattentechnik und die Würstchentechnik gelernt, bei der man mehrere Würste aus Ton formt und diese dann übereinanderlegt und zusammensetzt, um die gewünschte Figur zu erhalten. „Mit der Wulsttechnik,“ ergänzte Kursleiterin Christel Heil, „kann man verschiedene Gefäße und Objekte formen. Dabei kann am Ende die Oberfläche entweder geglättet werden oder die Struktur der Wülste bleibt als dekoratives Element erhalten.“

Färben mit Engoben

Die Kinder zeigten begeistert ihre Kunstwerke. Einige hatten noch Text oder verschiedene Motive, wie Herzen in ihre Schalen oder Teller geritzt. „Das habe ich mit einem Zahnstocher gemacht,“ erklärte ein Mädchen. Die Kinder färbten ihre Werke nach dem Formen mit verschiedenfarbigen Engoben ein. Engoben sind in Wasser und Ton aufgelöste Farbpartikel, die vor dem Brennen aufgetragen werden. „Ich habe mich für diese Variante entschieden, damit die Kinder nur noch einmal wiederkommen müssen,“ berichtete Christel Heil. „Beim Glasieren ist noch ein zweiter Brennvorgang nötig, sodass es länger dauert, bis die Stücke fertig sind.“

Trocknen dauert zwei Wochen

Doch auch mit dieser Variante müssen die Kinder Geduld aufbringen. Der Trockenvorgang dauert 10 bis 14 Tage, dann erst kann gebrannt werden. Am 24. Oktober können die kleinen Künstler ihre Werke abholen. Außerdem besteht dann noch einmal die Möglichkeit für Interessierte, etwas für Weihnachten zu töpfern. Um eine vorherige Anmeldung beim Kunstverein wird gebeten.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN