Drei Wochen beim Moorbrand Der längste Einsatz des THW Melle geht zu Ende

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Solche Behälter des THW dienten als Zwischenspeicher für das Löschwasser beim Moorbrand auf dem Gelände der WTD 91 in Meppen, Foto: THW/Michael SchottSolche Behälter des THW dienten als Zwischenspeicher für das Löschwasser beim Moorbrand auf dem Gelände der WTD 91 in Meppen, Foto: THW/Michael Schott

pm/fr Melle/Meppen. „Jetzt konnten auch die letzten unserer Helfer Ihren Einsatzabschnitt beim Moorbrand in Meppen verlassen und nach Melle zurückkehren“, berichtete der Ortsbeauftragte der Technischen Hilfswerks (THW) Melle Marco Plesner.

Der Einsatz auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91 ist damit der Längste in der Geschichte des THW Melle. Bislang waren das die Hochwassereinsätze 1993 und die Hilfeleistungen in Frankreich beim Wirbelsturms „Lothar“ mit rund zwei Wochen Dauer. „Dieser Einsatz in Meppen war nun deutlich länger“, sagte Plesner.

Wasser gefördert

Drei Wochen waren die Meller THW-Helfer dort nämlich für die „Herzkammer“ der Wasserförderung verantwortlich. Ständig waren mehr als 100 Männer und Frauen des THW Melle in diesem Abschnitt tätig und sorgten für die Bereitstellung von ausreichendem Löschwasser. Das wurde dann durch die Feuerwehren zur Brandbekämpfung verwendet wurde.

„Die rückkehrenden Einsatzkräfte berichteten von einer unglaublichen Dankbarkeit der Bevölkerung und einem Höchstmaß an Solidarität mit den Einsatzkräften“, schilderte THW-Pressesprecherin Nadja Dutschek die Erzählungen der eingesetzten Helfer. Die seien von den Einwohnern des kleinen Örtchens Groß-Stavern beispielsweise mit Lebensmitteln versorgt worden. Außerdem hätten Kinder selbstgemalte Bilder verschenkt, auf denen die Einsatzkräfte als „Helden“ gezeichnet waren.

Dank an Arbeitgeber

„In solchen Momenten wachsen die Helferinnen und Helfer über sich hinaus, alle Entbehrungen der langen Einsatztage sind vergessen und nur das Helfen für die Menschen vor Ort rückt in den Vordergrund“, betonten Nadja Dutschek und Marco Plesner.

Der Ortbeauftrgate dankte ausdrücklich den Arbeitgebern der Helfer. Nur durch die unkomplizierte Freistellung der Helfer sei es möglich gewesen, mit so vielen Einsatzkräften in Groß-Stavern helfen zu können. „Auch diese Solidarität ist nicht selbstverständlich und zeigt, insbesondere bei kleineren und mittelständischen Unternehmen, von der Identifikation mit dem Ehrenamt“, sagte Plesner.

Nach dem Einsatz ist für das Meller THW nun vor dem Einsatz: Jetzt gilt es, Fahrzeuge und Material wieder instand zu setzen, zu reinigen und Fehlbestände aufzufüllen.


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