„Wir sind guter Hoffnung“ Ortsrat Wellingholzhausen: Perspektiven für Radweg

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In greifbare Nähe rückt der Bau des Radweges entlang der L94 in Himmern. Foto: Christina WiesmannIn greifbare Nähe rückt der Bau des Radweges entlang der L94 in Himmern. Foto: Christina Wiesmann

Wellingholzhausen. Im Fachwerk 1775 tagte am Montagabend der Ortsrat Wellingholzhausen. Spannende Neuigkeiten hatten Vertreter des Vereins „Radweg L94 Himmern“ im Gepäck. Demnach rückt der Bau des 3,5 Kilometer langen Radweges in greifbare Nähe.

3500 Meter Radweg fehlen entlang der wichtigen und rege frequentierten Wellingholzhausener Straße, die Melle und das Beutlingsdorf miteinander verbindet. Ein Lückenschluss, den der Verein aktiv und mit viel Hingabe anstrebt. Denn: „Die Sicherheit der Radfahrer im Straßenverkehr hat Priorität“, wie Hans-Jörg Haferkamp, Sprecher des Vereins, im Ortsrat am Montag betonte.

„Machbarkeitsstudie“

Haferkamp und Cord Möllering stellten im Namen des Vereins nun den aktuellen Stand vor. Und davon war das örtliche Gremium sichtlich überzeugt.

Der Verein hatte mit einer selbst durchgeführten „Machbarkeitsstudie“ gepunktet und Minister Bernd Althusmann von dem Vorhaben überzeugt. Die Flächen, auf denen der Radweg entstehen könnte, sind zu 90 Prozent Landeseigentum, wie Hans-Jörg Haferkamp berichtete. Mit weniger als 1000 Quadratmetern sind die fehlenden zehn Prozent in Privatbesitz. „Und die entsprechenden Anlieger sind positiv gestimmt“, so Haferkamp.

Da das Land den Radwegbau aber nicht bezahlen will, muss eine Alternative her. Somit könnte das Land einen Vertrag mit der Stadt Melle schließen, die Stadt dann einen eigenen Vertrag mit dem Verein. Und der Verein führt den Bau des Radweges dann selbst durch.

Auf Spenden angewiesen

Woher der Verein das Geld für das Projekt, das rund 750000 Euro kosten soll, nehmen wird, wollte Ortsratsmitglied Marie Kinnius (CDU) wissen. Haferkamp erklärte, dass einige Arbeiten in Eigenleistung durchgeführt werden können. Bereits bei der selbst durchgeführten Machbarkeitsstudie konnten nach seinen Angaben rund 20000 Euro eingespart werden.

40 bis 50 Prozent des Betrages sollten als Eigenkapital vorhanden sein, so Haferkamp weiter. „Natürlich werden wir auf Spenden angewiesen sein. Aber wir sind guter Hoffnung, dass es klappt und lassen uns nicht Bange machen.“

Einstimmig steht der Ortsrat hinter der Initiative und unterstrich das mit dem Beschluss, die Stadt Melle um den entsprechenden Vertrag mit dem Land zu bitten. 2020/2021 könnte der Radweg dann fertig sein, wenn alles ohne große Probleme verläuft. Positiver Nebeneffekt: Nach dem Bau des Radweges würde das Land die Baulast übernehmen und sich um den Unterhalt des Radweges kümmern.


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