Nach acht Monaten Pause Club „Naava“ in Melle: Neueröffnung am 20. Oktober

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Der Club „Naava“ in Melle wird am 20. Oktober unter altem Namen wiedereröffnet. Foto: Michael HengeholdDer Club „Naava“ in Melle wird am 20. Oktober unter altem Namen wiedereröffnet. Foto: Michael Hengehold

Melle. „Naava is back“ - so steht es auf der Homepage der Meller Großdiskothek. Am Samstag, 20. Oktober, eröffnet der Club neu.

Konzeptionell setzen die neuen Betreiber offenbar auf Bewährtes: „Wir empfangen euch in altbekannter Manier auf 3 Areas. Das Beste aus Hip Hop, Rnb, Afro, Dancehall und natürlich auch Latin & Russian, in gesonderten Bereichen, erwartet Euch“, heißt es auf naava.de. Insbesondere der Verweis auf „Russian“ sowie die Tatsache, dass der alte Name fortgeführt wird, deuten darauf hin, dass sich die Ausrichtung nicht groß ändern wird. Inwieweit sich innen optisch etwas getan hat, ist nicht bekannt. Die drei Bereiche sind Main Floor, Black Moon (Black Music) und Ermitage.

Geöffnet ist am 20. Oktober ab 23 Uhr, bis Mitternacht ist der Eintritt dann frei. Tischreservierungen sind bereits möglich, Vip-Tische können sogar telefonisch bestellt werden. Informationen sind unter der angegebenen Nummer allerdings nicht zu erhalten. „Nur Tischbestellungen“, sagt eine Frau am anderen Ende freundlich aber bestimmt, „ich habe keine Informationen und keine Kontakte.“ Eine Anfrage per Mail unserer Redaktion blieb bis Mittwoch unbeantwortet.

Neuer Betreiber aus Osnabrück

Nach Recherchen unserer Redaktion ist der Osnabrücker Geschäftsmann Menduh Hysenineuer Naavaneuer Naava -Betreiber, der auch Gesellschafter des Clubs „Neo“ an der Pagenstecherstraße in Osnabrück ist. Im Impressum der Naava-Homepage wird als „Herausgeber“ die MHK Event GmbH mit Sitz in Osnabrück genannt, deren Geschäftsführer Marvin Klein aus Bramsche ist.

Das Naava wirbt derweil für die Wiedereröffnung mit dem Spruch „Das Leben hat wieder einen Sinn!“ und hofft auf „Fresh Booty Shakers All Night Long“. Ob Feddy Le Grand einer der DJs sein wird, die beim Re-Opening die Hintern zum Wackeln bringen werden, kann spekuliert werden. Zumindest taucht der Namen des holländischen Star-DJs („Put Your Hands Up for Detroit“) ebenfalls auf der Naava-Page auf, Rubrik: „Artists to join“ (Künstler, die dabei sein werden). Ansonsten ist der Clubseite zum Wiedereröffnungstermin nichts Programmatisches zu entnehmen. Dem Instagram-Account des Naava zufolge soll jeweils samstags und vor Feiertagen ab 23 Uhr geöffnet sein.

Das spätere Naava war 1996 als Mediahall eröffnet worden. Nach mehreren Inhaberwechseln heiß es seit 2013 Naava. Wegen Verdachts auf Steuerhinterziehung wurde es zweimal durchsucht. Im Februar 2018, als die Polizei gewaltsam einen Tresor öffnete und erneut Anfang März 2018 als Polizei und Steuerfahndung eine nächtliche Razzia durchführten. Hier geht‘s zu 22 Jahre Clubgeschichte im Schnelldurchlauf.

Am 9. März 2018 hatte die Stadt Melle den Club dann wegen Sicherheitsmängeln geschlossen, Ende des Monats kündigte Vermieter Henry Walkenhorst den Clubbetreibern, weil die Pacht nicht mehr bezahlt worden sei.

Zuvor hatte es rund um den Club oft Ärger gegeben, kurz vor der Schließung unter anderem mit Rapper Kollegah.

Das Naava aus Sicht der Polizei: Polizei spricht von „Jagdszenen“


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