Mein Weg mit Bello Heimatverein Neuenkirchen zeigt Film über Erich Engelbrecht

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Vor Engelbrechts Haus in Holterdorf: Das Ehepaar Helmuth und Ulrike Kohn, Waltraud Engelbrecht, ihre Tochter Sarah Engelbrecht und deren Ehemann Joao Vares (von rechts). Foto: Nuno EngelbrechtVor Engelbrechts Haus in Holterdorf: Das Ehepaar Helmuth und Ulrike Kohn, Waltraud Engelbrecht, ihre Tochter Sarah Engelbrecht und deren Ehemann Joao Vares (von rechts). Foto: Nuno Engelbrecht

Melle. Der Heimatverein Neuenkirchen lädt am Freitag, 5. Oktober, um 19 Uhr ins Heimathaus zur Vorführung des Films „Mein Weg mit Bello“ ein. Der Verein würdigt damit das Wirken des Künstlers Erich Engelbrecht.

Sein Leben war geprägt von vielen Unwägbarkeiten, von herber Askese bis hin zu höchster Anerkennung. Erich Engelbrecht (1929 bis 2011), der seiner Nachwelt als talentierter Kunstschaffender mit eigenwilligem Profil ein höchst anerkanntes Erbe hinterließ, lebte fast vier Jahrzehnte im Stadtteil Neuenkirchen. Im Jahr 2001 zog es den Künstler Engelbrecht mit seiner Familie in die französische Auvergne. Dort, im Schlosspark von de Fougis, nahe der Stadt Vichy werden den Besuchern seit 2006 insgesamt 28 seiner Stahlskulpturen präsentiert.

Spektakulär

Der Bramscher Filmemacher Helmuth Kohn als anerkannter Fachmann hat das Lebenswerk Engelbrechts nunmehr posthum in einer viel beachteten Komposition nachgezeichnet. Am Freitag wird der Film erstmals im Heimathaus in Neuenkirchen gezeigt.

„Die Lektion“

Wer sich im Ortsteil Holterdorf auf der Haller Straße der Landesgrenze nähert, sieht ein ehemaliges landwirtschaftliches Gebäude, das zu einem Wohnatelier umgebaut wurde. Es war das Domizil des Künstlerehepaares Waltraut und Erich Engelbrecht. Zwei Berserker-Skulpturen stehen am Zufahrtsweg. Hier in Holterdorf schuf Erich Engelbrecht unter anderem Gemälde, Grafiken, Gobelins und vor allem Skulpturen in vielfältigen Farben und Dimensionen. Ein spektakuläres Kunstwerk hat Erich Engelbrecht auch in Neuenkirchen hinterlassen. Auf einer Hochfläche Lange Straße / Ecke Wichernstraße steht eine etwa drei Meter hohe Stahlskulptur unter dem Thema „Die Lektion“.

Skulptur vernachlässigt

Die Figur mit vier Motiven ist in den letzten Jahren ein wenig vernachlässigt worden. Auf Anregungen von Bürgern hat sich der Ortsrat Neuenkirchen nunmehr mit der zukünftigen Gestaltung der Anlage befasst. Im Gespräch sind der Rückschnitt von Wildwuchs, die Säuberung der der blau-violetten Farbgebung, ein Schildhinweis und die Erstellung einer Legende. Seine eindeutig spektakuläre Bedeutung und Anerkennung europaweit hat Erich Engelbrecht jedoch in Frankreich erlangt. Den Skulpturenpark in de Fougis besuchen jährlich zahlreiche Kunstfreunde.

Der Filmemacher Helmuth Kohn hat dem erfolgreichen Künstler Engelbrecht zweifellos ein verdientes Denkmal gesetzt. Der auch von Fachleuten hochgelobte Beitrag mit dem Titel „mein Weg mit Bello“, so war der Spitzname des Künstlers, hat Freitag Premiere.


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