„Konditionen nicht verhandelbar“ Interessent für Post in Melle-Buer, aber...

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Betreibt mit seiner Frau die Postagentur in der Q1-Tankstelle in Buer: Siggi Schmidt. Foto: Conny RutschBetreibt mit seiner Frau die Postagentur in der Q1-Tankstelle in Buer: Siggi Schmidt. Foto: Conny Rutsch

Melle. Das Ehepaar Schmidt würde die Postagentur in seiner Q1-Tankstelle in Melle-Buer weiter betreiben, wenn die Post ihr finanziell entgegenkäme. Das wird aber wohl nicht passieren. Unterdessen gibt es einen Interessenten.

Wie berichtet, will das Ehepaar die Agentur zum Jahresende schließen. „Das Ehepaar Schmidt hat aber grundsätzliche Bereitschaft erkennen lassen, zu veränderten Konditionen die Filiale entweder weiterzuführen oder aber separat der Post Räumlichkeiten für einen Eigenbetrieb zur Verfügung zu stellen“, berichtet Ortsbürgermeister Dieter Finke-Gröne auf Anfrage.

Veränderte Konditionen heißt: mehr Geld. Auch gegenüber unserer Redaktion hatte Petra Schmidt durchblicken lassen, dass Aufwand und Ertrag für sie nicht in Einklang stünden. Allerdings hat Finke-Gröne in einem anschließenden Gespräch mit der Deutschen Post AG weiterhin erfahren, dass die Vertragskonditionen nicht verhandelbar seien. Das wird also wohl nichts.

Ergänzend dazu hat der Ortsbürgermeister Kontakt zu Bueraner Geschäftsleuten aufgenommen, um die Bereitschaft auszuloten, die Postfiliale weiterzuführen. Ein Geschäftshaus habe der Post zwar ein Angebot zur Übernahme der Postfiliale gemacht. Da aber die Konditionen eben festgezurrt sind, ist es auch in diesem Fall unwahrscheinlich, dass dabei etwas herauskommen wird. Andere Geschäftsleute in Buer warteten noch ab und/oder hätten Bedarf an weiteren Informationen durch die Post, so Finke-Gröne. Nach seinen Informationen ist der Edekamarkt nicht interessiert.

Hoffnung mache ihm jedoch, dass das Unternehmen gemäß Post-Universaldienstleistungsverordnung (PUDLV) verpflichtet ist, in zusammenhängend bebauten Gebieten mit 2000 Einwohnern oder mehr, eine Agentur vorzuhalten. Da der Bueraner Ortskern etwa 3000 Einwohner aufweise, treffe das also dort zu, so Finke-Gröne: „Das ist doch schon mal erfreulich.“

Diese Möglichkeit hatte auch Postsprecherin Maike Wintjen durchaus in Betracht gezogen, wenn keine Partnerlösung gefunden werden könne. Allerdings wies sie klar darauf hin, dass der Eigenbetrieb nicht das sei, was die Post AG wolle. Insofern könnte es, falls es überhaupt dazu käme, auch lediglich eine Übergangslösung darstellen. Und zum anderen wäre in einer von der Post selbst betriebenen Filiale mit sehr eingeschränkten Öffnungszeiten zu rechnen. Wintjen sprach in dem Zusammenhang von 18 Wochenstunden, ohne das konkret auf Buer zu beziehen.

Nähere Informationen können Interessenten abrufen auf deutschepost.de/partner-werden.


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