Festakt in der Grönenburg Heimatverein Melle feiert 100. Geburtstag

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Zum Festakt in der Grönenburg hieß Vorsitzender Uwe Plaß rund 100 geladene Gäste willkommen. Foto: Martin DoveZum Festakt in der Grönenburg hieß Vorsitzender Uwe Plaß rund 100 geladene Gäste willkommen. Foto: Martin Dove

Melle. Mit rund 100 geladenen Gästen veranstaltete der Heimatverein Melle am Wochenende einen Festakt zum 100. Vereinsjubiläum.

„Bei uns verhält es sich wie mit der britischen Queen, die unwesentlich jünger ist als unser Verein. Die feiert ihren Geburtstag auch erst immer dann, wenn schönes Wetter herrscht“, scherzte der Vorsitzende Uwe Plaß, als er am Samstag rund 100 geladene Gäste zum Festakt aus Anlass des Vereinsjubiläums in der Grönenburg willkommen hieß.

Während draußen die Sonne lachte, strahlten in der Feierhalle die Gäste um die Wette. Es galt, das Jubiläum eines der größten Heimatvereine im Grönegau offiziell zu begehen. „Wenn man persönlich einen runden Geburtstag feiert, dann lädt man dazu seine Familienangehörigen ein – und bei einem Verein sind das die Mitglieder“, sagte Vorsitzender Uwe Plaß. Der Festakt sei bewusst den insgesamt rund 350 Vereinsmitgliedern gewidmet worden, um ihnen Dank für ihre Treue, aber auch für ihre finanzielle und ideelle Unterstützung zu danken.

Höhen und Tiefen

Plaß erinnerte, dass die Geschichte des Heimatvereins in den vergangenen 100 Jahren von Höhen und tiefen geprägt gewesen seien. Und er erinnerte daran, dass es Vorsitzende wie Georg Bodenheim, Carl Starcke, Dr. Maria Heilmann, Wilhelm Fredemann, Heinrich Wippermann, Friedrich Hensiek und Hartmut Wippermann gewesen seien, die den traditionsreichen Verein erfolgreich durch die Zeit geführt hätten.

Vieles auf den Weg gebracht

Viel sei auf den Weg gebracht worden. So sei bereits vor 100 Jahren mit dem Anlegen einer Sammlung die Grundlage für das spätere Grönegau-Museum geschaffen worden, „das heute das Kernstück unseres Vereins ist“. Weitere Marksteine in der Vereinsgeschichte folgten.

Um das Jubiläumsjahr zu einem Erfolg werden zu lassen, planten Lisa Mach, Jürgen Krämer und Uwe Plaß pro Monat eine Sonderveranstaltung, die durchweg auf eine positive Resonanz stießen.

„Wir richteten beispielsweise einen Neujahrsempfang in der Alten Stadthalle aus, veranstalteten einen Filmnachmittag in der Stadtbibliothek, förderten die Ferienbetreuung für Grundschulkinder, beteiligten uns mit einem Stand am Geranienmarkt, führten Aktionen anlässlich des Internationalen Museumstages durch und luden zu einem Bücherflohmarkt in die Stadtbibliothek ein“, berichtete der Vorsitzende. Für den Rest des Jahres seien weitere Veranstaltung geplant, darunter eine große Krippenausstellung in der Alten Posthalterei. Jetzt gelte es, das in den vergangenen Jahren Erreichte weiter auszubauen und erfolgreich in die Zukunft hineinzutragen.

Bläser und Posaunen

Im weiteren Verlauf der Feierstunde, die vom Bläserquintett des Posaunenchores St. Petri unter der Leitung von Ursula-Maria Busch musikalisch umrahmt wurde, hielt Superintendent Hans-Georg Meyer-ten Thoren einen viel beachteter Festvortrag zum Thema „Wir haben hier keine bleibende Heimat, sondern die künftige suchen wir“. Eine der Kernaussagen: Der Hebräerbrief sehe die christliche Gemeinde als „wanderndes Gottesvolk, dem die Heimat erst verheißen ist“. Migration als dauernde Wanderschaft der menschlichen Existenz sei ein Kennzeichen biblischen Glaubens. Glaubende müssten die zukünftige Stadt suchen, ermahne der Hebräerbrief. „Sie können und dürfen sich in der Welt, wie sie ist, nicht einfach heimisch machen, ohne das Leid der Heimatlosen im Blick zu haben“, sprach Meyer-ten Thoren eine Herausforderung dieser Zeit an.

Dem offiziellen Festakt schloss sich ein zwangloser Gedankenaustausch bei einem Imbiss und kühlen Getränken, serviert vom Team der Alten Stadthalle, an.


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