Freiheit – unser höchstes Gut Dagmar Schipanski bei den Kreislandfrauen in Melle

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Mit einem Präsentkorb voller Spezialitäten bedankten sich die Kreislandfrauen bei Dagmar Schipanski (Mitte) für ihren Vortrag. Kirsten Eppmann, Charlotte Hageböke, Kathrin Möntmann und Ulrike Heitland (von links) freuten sich über die Ausführungen des hochkarätigen Gastes. Foto: Elisabeth KollmeyerMit einem Präsentkorb voller Spezialitäten bedankten sich die Kreislandfrauen bei Dagmar Schipanski (Mitte) für ihren Vortrag. Kirsten Eppmann, Charlotte Hageböke, Kathrin Möntmann und Ulrike Heitland (von links) freuten sich über die Ausführungen des hochkarätigen Gastes. Foto: Elisabeth Kollmeyer

Melle. Der langjährigen Freundschaft von Kirsten Eppmann, einer Bennier Landfrau, zur Referentin ist es zu verdanken, dass die Kreislandfrauen Melle die ehemalige Bundespräsidentschaftskandidatin Dagmar Schipanski im Forum Melle zu einem Vortrag zum Thema „Sehnsucht einiges Europa“ begrüßen durften.

Kreislandfrauen-Vorsitzende Kathrin Möntmann skizzierte bei der Begrüßung kurz den bemerkenswerten Lebensweg von Dagmar Schipanski. Als Mutter von drei Kindern absolvierte sie ein Maschinenbau- sowie Physikstudium, ist erste Rektorin einer technischen Hochschule sowie auch die erste Frau gewesen, die den deutschen Wissenschaftsrat geleitet hat. Sie ist heute noch aktiv in vielen Stiftungen und gehört zum Bundesvorstand der CDU.

In ihrem Vortrag „Sehnsucht einiges Europa“ gab Dagmar Schipanski einen kurzen analytischen Rückblick auf die Geschichte Europas und zeigte Unterschiede in wirtschaftlicher, territorialer, sprachlicher und ethnischer Hinsicht auf. Dabei betonte sie, dass gemeinsame Zielstellungen am Verhandlungstisch mit Diplomatie und nicht mit Gewalt und Waffen herausgearbeitet werden müssen. Die großflächige Einigung hatte ihren Ursprung in der Wirtschaft.

Nur Vertrauen und Kooperation ermöglichten Stabilität.

Noch viel nachzuholen

In Bezug auf die drei Säulen der Europäischen Union stellte Dagmar Schipanski die besondere Problematik der Wertegemeinschaft dar. Dort sei noch viel nachzuholen und die Konflikte seien nur durch demokratische Vermittlung und Geduld lösbar.

Ziel müsse es sein, bei besonderen Problemen Hilfe zur nationalen Selbsthilfe zu geben, die dann auch von allen Mitgliedsstaaten zu respektieren ist, da die einzelnen Länder noch auf verschiedenen Sozialisationsstufen stünden.

Die europäische Einbindung sei Stütze für alle, und die aktuellen Probleme, wie Brexit, Flüchtlingskrise und Terror seien oft durch das Vergessen begründet, betonte die Referentin. Freiheitliches Denken, Sprechen und Handeln sei das kostbarste Gut, das die Gesellschaft nach den Kriegen erlangt habe und so wie für einen Menschen der Gedächtnisverlust schmerzhaft sei, so wäre es für Europa auch, betonte Dagmar Schipanski.

Ältere Menschen in Ost und West könnten sich noch an andere Zeiten mit Grenzen und verschiedenen Währungen erinnern.

Man habe festgestellt, dass Jugendliche nicht einmal mehr den Unterschied zwischen Demokratie und Diktatur kennen, weil sie in einem freien Land aufgewachsen sind und sie vieles für selbstverständlich halten.

Die Vermittlung von Werten wie Toleranz, Gleichheit, Demokratie, Individualität und Freiheit müsse das höchstes Ziel sein.

Mit einem Präsentkorb ,gefüllt mit Spezialitäten aus dem Grönegau, bedankten sich die Vorsitzende und ihre Stellvertreterinnen bei Dagmar Schipanski für den Vortrag und das Plädoyer für Europa.


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