Lösung für die Mieter in Sicht Bahnhof Bruchmühlen wird untersucht

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Die Zukunft des Bahnhofs in Bruchmühlen ist ungewiss. Eine gutachterliche Untersuchung soll Aufschluss über das weitere Verfahren geben. Foto: Gert WestdörpDie Zukunft des Bahnhofs in Bruchmühlen ist ungewiss. Eine gutachterliche Untersuchung soll Aufschluss über das weitere Verfahren geben. Foto: Gert Westdörp

Melle. „Die Zweifel, dass das Bahnhofsgebäude erhalten werden kann, sind deutlich gewachsen“. Diese Aussage machte Dirk Hensiek mit Blick auf die Zukunft des Bahnhofs in Bruchmühlen.

In einem Gespräch mit unserer Redaktion betonte der Geschäftsführer der Wohnungsbau Grönegau (WBG), die seit Juli Eigentümer des Bahnhofs ist, dass sich unterdessen eine Lösung für die Bewohner abzeichnet.

Gravierende Mängel

So habe die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft für die dreiköpfige Familie eine Wohnung in einem Feuerwehrhaus in einem Meller Stadtteil finden können, wo die Familie mit ihren Hunden und Katzen einziehen könne. Der Verkäufer habe die Wohnung bereits geräumt und sei ausgezogen. Allerdings müssten noch Brandschutztüren eingebaut werden, sodass die Immobilie zum 1. November wieder bezogen werden könne.

Einer der beiden Bewohner der benachbarten Wohnung ist derzeit nicht vor Ort. Für dessen 30-jährigen Sohn sucht die WGB eine kleine Wohnung.

„Uns ist daran gelegen, für die Mieter eine adäquate Lösung zu finden,“ meinte Dirk Hensiek im Hinblick auf die desolaten Wohnverhältnisse im Bahnhofsgebäude. So gibt es in den Wohnungen keine Heizung, auch der Strom musste wegen gravierender Sicherheitsmängel abgestellt werden: „Wir sind aber zuversichtlich, dass wir bald zu einer Lösung kommen“, äußerte sich der WBG-Geschäftsführer.

Entscheidung im Dezember

Aufschluss über die Zukunft des Bahnhofs erhofft sich die WBG durch eine gutachterliche Untersuchung, mit der ein Architekturbüro beauftragt worden ist. Erst nach der Untersuchung der Bausubstanz könne gesagt werden, ob das Gebäude in Gänze erhalten, in Teilen saniert oder aus wirtschaftlichen Gründen komplett abgerissen wird. Eine Entscheidung ist im Dezember zu erwarten.

Dirk Hensiek erneuerte in diesem Zusammenhang seine Zweifel am Erhalt des Gebäudes: „Wir haben zunächst nur Teile des Komplexes in Augenschein nehmen können. Nachdem wir nun einen Überblick über das gesamte Bild erhalten haben, wird mehr und mehr deutlich, dass ein Abriss infrage kommen könnte“, vermutet Dirk Hensiek.

Mit einer baldigen Bautätigkeit sei nicht zu rechnen, denn unabhängig von den gutachterlichen Untersuchungen nutzt die Bahn noch die Schaltschränke in einem Teil des Gebäudes. Konkrete Angaben zum zeitlichen Rahmen konnte Dirk Hensiek nicht machen.

Vorrangig wünscht sich die WBG eine deutliche Verbesserung des Ortsbildes.


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