70. Genealogentag vom 5. bis 7. Oktober Familienforscher treffen sich in Melle

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Sie bereiten den 70. Genealogentag in Melle vor: Reinhard Heinsmann, Sigrid Kleiber, Bernd Klumpe-Scheel, Dieter Kleiber, Heinrich Weber, Irmtraud Tiemann, Wolfgang Dreuse und Reinhard Werner. Foto: Erwin GardloSie bereiten den 70. Genealogentag in Melle vor: Reinhard Heinsmann, Sigrid Kleiber, Bernd Klumpe-Scheel, Dieter Kleiber, Heinrich Weber, Irmtraud Tiemann, Wolfgang Dreuse und Reinhard Werner. Foto: Erwin Gardlo

Melle. „Van Ossenbrügge in de wiete Welt“: Unter diesem Motto treffen sich Familienforscher aus ganz Deutschland vom 5. bis 7. Oktober beim 70. Deutschen Genealogentag auf dem Solarlux Campus in Melle.

Schirmherr der Veranstaltung ist Ministerpräsident Stephan Weil. Familienforscher auch aus dem europäischen Ausland, den USA und aus Brasilien nehmen am Genealogentag teil.

Die Erforschung der eigenen Familie, die Suche nach den Vorfahren in Deutschland oder die Spurensuche nach ausgewanderten Familienangehörigen findet immer wieder Interesse.

Der 70. Deutsche Genealogentag, veranstaltet von der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Genealogischer Verbände (DAGV) und ausgerichtet vom Arbeitskreis Familienforschung Osnabrück bietet Gelegenheit, sich bei mehr als 40 Ausstellern über dieses faszinierende Hobby zu informieren.

Forschungsmöglichkeiten im Internet werden ebenso aufgezeigt wie die Möglichkeiten der Recherche nach Vorfahren aus osteuropäischen Ländern.

Vortragsprogramm

Ein umfangreiches Vortragsprogramm am Samstag und am Sonntagvormittag bietet den Tagungsteilnehmern viele Informationen zur Familienforschung. Auf besonderes Interesse dürfte dabei das Forschungsprojekt Transkribus stoßen, ein Verbundprojekt mehrerer europäischer Universitäten unter der Federführung von Günter Mühlberger der Universität Innsbruck. Transkribus ist ein Computerprogramm, entwickelt um alte Schriften und Urkunden zu lesen.

Weitere Vorträge befassen sich mit der Forschung im Internet und der Familienforschung, unterstützt von DNA-Analysen. Besonders in den USA erfreut sich diese Herkunftsanalyse großer Beliebtheit.

Eigene Familienforschung ist vielfältig

Der Weg in die eigene Familienforschung ist vielfältig. Sehr oft sind es Erzählungen der Großeltern über mehr oder weniger geheimnisvolle Geschichten von verstorbenen Familienmitgliedern, das Ansehen alter Fotoalben, oder auch ein Fund auf dem Dachboden mit einer vergilbten Fotografie aus Amerika.

Sehr schnell wird man neugierig auf die Lebensumstände der Vorfahren in den vergangenen Jahrhunderten. Bei adeligen Familien reichen die Stammbäume oftmals bis ins Mittelalter zurück, bei den eigenbehörigen Bauern, wandernden Handwerkern oder auch Heuerlingen ist es eine wahre Puzzlearbeit, und die Suche endet oft im 17. Jahrhundert beim 30-jährigen Krieg. Erst danach begannen die, oftmals lückenhaften, Aufzeichnungen in den Kirchenbüchern.

Die alten Schriften sind ein zu überwindendes Hindernis für alle Familienforscher, aber es ist ein wahres Erfolgserlebnis, wenn sich einem Wort für Wort der Inhalt eines alten Schriftstückes erschließt.


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