Mit viel Eifer schrauben und nageln Drittklässler bauen in Neuenkirchen 40 Nistkästen

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Neuenkirchen 40 Drittklässler haben am Montag und Dienstag im Werkraum der Neuenkirchener Kantor-Wiebold-Schule mit großem Eifer 40 Nistkästen gebaut. Zuvor hatten aktive Handwerker des Heimatvereins schon die benötigten Bausätze vorbereitet.

„Ich will meinen Nistkasten in Papas Garten aufhängen“, freute sich Lorenz Schlingmann (9), während er die Teile aus dem Bausatz zusammenschraubte. Beim Bauen unterstützten Helfer vom Heimatverein sowie einige Väter und Großväter die Kinder. Carolin Scheller (8) fand es „gar nicht so einfach“, die Dachpappe auf das Dach zu nageln.

Umweltbildung

„Der Uhu hat so große Krallen, dass er sogar Kaninchen fangen und dann fressen kann“, erzählte Lilli Kollmeier (7), was sie Neues in der vorangegangenen Unterrichtsstunde gelernt hatte. Im begleitenden Unterricht sprach Claudia Große-Johannböcke vom Heimatverein mit den Kindern über viele heimische Vogelarten. „Die Vögel finden in unseren Gärten und in der Landschaft immer weniger Nisthöhlen in alten Bäumen und weniger Nistmöglichkeiten in Wildsträucherhecken“, erklärte sie, warum die gebauten Nistkästen so dringend von den Vögeln gebraucht werden.

Der Nistkastenbau in dieser Woche war bereits die 15. Aktion dieser Art des Heimatvereins. „Es dürften inzwischen 700 von Schülern zusammengeschraubte Nistkästen in Neuenkirchener Gärten hängen“, vermutet Claudia Große-Johannböcke. In manchen Jahren der 2003 ins Leben gerufenen Aktion waren zusätzlich noch Insektenhotels angefertigt worden. Die früheren Heimatvereinsvorsitzenden Kurt Liebig und Wilfried Buddenbohm waren immer engagierte Unterstützer des Nistkastenbaus.

Vorgefertigte Bauteile

Seit einigen Jahren kümmert sich Hartmut Bodenstein um die organisatorische Vorbereitung. Der stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins lobte die „ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der Schule“ im Interesse des Naturschutzes und der Umweltbildung.

Die Vorfertigung der Bauteile liegt seit 15 Jahren in den Händen eines versierten Handwerkers aus dem Heimatverein.

„Beim Zusammenbau hat es sich bewährt, dass die Schüler Teamarbeit in Zweiergruppen leisten“, ergänzte Claudia Große-Johannböcke. Auch Klassenlehrerin Petra von Bachmann freute sich über den Einsatz und die Ausdauer ihrer Schüler und Schülerinnen im Werkraum: „Es eine Freude, den großen Eifer und das Engagement der Mädchen und Jungen zu sehen.“


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