„Wir erleben unser blaues Wunder“ SPD-Fraktionsvorsitzende bezieht in Melle-Buer Stellung

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Stellung bezog Johanne Modder bei der SPD-60plus-Jahreshauptversammlung. Foto: HeuerStellung bezog Johanne Modder bei der SPD-60plus-Jahreshauptversammlung. Foto: Heuer

Buer „Wenn die Gesellschaft so ruhig bleibt, dann werden wir unser blaues Wunder erleben.“ Die Referentin Johanne Modder legte bei der Jahreshauptversammlung der SPD-Arbeitsgemeinschaft „60plus“ im Landkreis Osnabrück in der Gaststätte „Bremer Tor“ in Buer gleich mehrfach den Finger in die Wunde,

Nicht nur zum bedrohlichen Mangel an Pflegekräften bezog die SPD-Fraktionsvorsitzende im Niedersächsischen Landtag klare Stellung, auch zu anderen Themen positionierte sich die 58-Jährige eindeutig,.

„Die SPD war immer eine Bildungspartei. Dass junge Menschen für ihre Bildung auch noch Schulgeld zahlen sollen, geht einfach nicht“, lautete ihre Botschaft für die rund 50 Anwesenden. Der Fachkräftemangel im Bildungssystem sei allerdings unübersehbar. „Uns fehlen einfach Lehrkräfte“, brachte Modder ihre Erkenntnisse auf den Punkt.

Mangel herrsche auch in der Hausarztversorgung in ländlichen Regionen. „Hier müssen wir Anreize schaffen“, lautete ihre Forderung. Zu beheben gelte es zudem den Personalmangel bei der Polizei.

Hass nicht zu tolerieren

Modder ließ nicht ab, die Defizite im Land Niedersachsen aufzuführen: „Uns fehlen jährlich 4000 Sozialwohnungen, Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen finden in den Städten keinen Wohnraum mehr“, lautet ihre düstere Warnung,

Beim Thema „Haushalt“ gab die Bunderin den SPD-Senioren einen interessanten Einblick in die Verteilung der Bußgeldstrafe in Höhe von einer Milliarde Euro, die der VW-Konzern im Zuge der Dieselaffäre an das Land zahlen musste. Jeweils 350 Millionen würden für die Digitalisierung und flächendeckende Krankenhausversorgung sowie die Unikliniken investiert, und jeweils 100 Millionen gingen in den Sportstättenbau, die Luftverbesserung in Großstätten und den Schuldenabbau.

Erfolgreiches Bindeglied

Auch zu den Ausschreitungen in Chemnitz hat Modder eine klare Meinung: „Der offene Hass gegen anders Aussehende ist nicht zu tolerieren. Da müssen wir Demokraten unter dem Motto ‚Nie wieder‘ zusammenstehen“, erntete die SPD-Bezirksvorsitzende Weser-Ems reichlich Beifall aus dem Auditorium.

Der 60plus-Vorsitzende im Landkreis, Henry Joelifier, hatte die namhafte Referentin schon bei der Begrüßung erfreut, als er Johanne Modder als „erfolgreiches Bindeglied zwischen dem Ministerpräsidenten Stephan Weil und der Fraktion“ tituliert hatte. (Weiterer Bericht über die Veranstaltung folgt)


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