Interview mit dem Präsidenten „Im Meller Kiwanis Club geht es darum, etwas zu leisten“

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Foto: Kiwanis ClubFoto: Kiwanis Club

Melle In Melle gibt es neben den Lions und Rotary einen neuen Service-Club: Kiwanis (wir berichteten), 1915 in den USA ins Leben gerufen. Wir sprachen mit Gründungspräsident Udo Stremmel.

Herr Stremmel, warum diese Neugründung?

Ich komme aus Solingen, meine Frau aus Wellingholzhausen. Ich wollte immer im Rentenalter nach Wellingholzhausen ziehen, aber nun hat sich das aus beruflichen Gründen eher ergeben.

In Solingen war ich bereits im Kiwanis Club und bin nach Umzug in den Club Osnabrück-Teutoburger Wald eingetreten. Der ist aber vor allem in Bad Iburg, GM-Hütte und im Osnabrücker Süden tätig und ich war der einzige Meller. Ich weiß, dass es schon schwierig ist, alle Meller unter einen Hut zu kriegen, aber man bekommt erst recht keine Meller nach Bad Iburg. Und so kam der Gedanke auf. Als Gründungspräsident in Solingen wusste ich zwar, wie das funktioniert, aber auch, wie viel Arbeit das ist. Aber dann kam ich mit Wellingholzhausens Ortsbürgermeister Bernd Gieshoidt ins Gespräch, heute Vizepräsident, und so kam eins zum anderen. Am 5. September haben wir uns mit 14 Mitgliedern gegründet.

Worum geht es im Kiwanis Club?

Jeder Club kann die Projekte umsetzen, die er möchte, wobei der Schwerpunkt auf der Unterstützung von Kindern liegt, das macht 70 oder 80 Prozent der Arbeit aus. Wir haben jede Menge Ideen auf dem Tablett, darüber werden wir beim Treffen morgen (Mittwoch) sprechen. Zum Beispiel wollen wir auf dem Meller Weihnachtsmarkt präsent sein.

Im Club geht es darum, aktiv zu sein, etwas zu leisten. Mittel einzuwerben und Mittel weiterzugeben. Und zwar jeder nach seiner Fasson. Der eine spendet, der andere backt vielleicht Kuchen.

Wie geht es weiter?

Ende der Woche geht unsere Seite kiwanis-melle.de online, die werden wir in den kommenden Wochen mit Inhalten füllen. Bei unserem Treffen in Buer morgen werden wir erste konkrete Projekte beschließen. Neue Mitglieder werden in der Regel empfohlen, dafür muss man ja eine Affinität haben. Wir wollen auf 30 bis 40 Leute wachsen. Zurzeit stimmt die Chemie, das ist sehr harmonisch. Das ist wichtig, denn wir werden ja auch für uns selbst Aktionen anbieten, Betriebsbesichtigungen etwa.


Kiwanis ist eine weltweit verbreitete Service-Club-Organisation mit etwa 15.000 örtlichen Clubs. Am 21. Januar 1915 rief Allen Browne in Detroit die Organisation unter dem ursprünglichen Namen The Benevolent Order of Brothers ins Leben. Noch im gleichen Jahr erfolgte die Umbenennung in Kiwanis. Das Wort ist einer indianischen Sprache entlehnt. „Nune–Kee-Wanis“ bedeutet so viel wie „Ausdruck der eigenen Persönlichkeit“.

Die European Foundation von Kiwanis hat zurzeit 30.000 Mitglieder. Der Sitz der europäischen Hauptverwaltung befindet sich in Gent (Belgien).

Der deutsche Distrikt besteht aus 148 Clubs mit rund 3500 Mitgliedern (Stand: September 2013).

Die finanzielle Unterstützung für Projekte um Kinder und Jugendliche wird in der Hauptsache durch Veranstaltungen, Sponsoring und Spenden generiert. Veranstaltungen sind zum Beispiel Konzerte, Sportveranstaltungen und Theateraufführungen.

Zu den erfolgreichsten Wohltätigkeitsveranstaltungen in Deutschland zählen die Unternehmergespräche und das Kulturpalazzo, die beide seit 2008 unter der Leitung des Kiwanis-Club Heilbronn St. Kilian durchgeführt werden. Prominente Redner bei den Unternehmergesprächen waren unter anderen Lothar Späth, Friedrich Merz und Anton-Wolfgang Graf von Faber-Castell.

Beim Kulturpalazzo gewährleisteten Künstler wie Bernd Kohlhepp, Christoph Sonntag und Sebastian Pufpaff den Erfolg. Die beiden Veranstaltungen erbrachten seit 2008 über 530.000 Euro an Spendengeldern für soziale Einrichtungen für Kinder und Jugendliche. (Stand 01/2015)

Quelle: wikipedia.de

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