Zum 508. Mal „Gessem“ in Melle „Als Kind war ich jedes Jahr auf der Gesmolder Kirmes“

Von Catharina Kellermann

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Gesmold Zuckerwatte, Liebesäpfel, Bratwurst, Pommes, Luftballons, Musik und Karussells – am Samstag startete die 508. Gesmolder Kirmes und lockte Groß und Klein.

Trotz zunächst etwas wechselhaften Wetters, das dann jedoch am Sonntag deutlich besser wurde, füllten die Menschenmassen die Straßen und genossen eines der größten Volksfeste im Osnabrücker Land.

Für das passende Kirmesfeeling sorgten knapp 140 Fahrgeschäfte, Verkaufsbuden und Verzehrstände. Dabei gab es neben Altbewährtem – wie dem Break Dancer oder dem Riesenrad – auch neue Attraktionen, unter anderem den Street Fighter der Familie Weber, der für Nervenkitzel in luftiger Höhe sorgte. „Mir hat am besten das höchste Karussell gefallen,“ erklärte Milena Plogmann mit leuchtenden Augen, „der Street Fighter hat richtig viel Spaß gemacht!“

Lachen, Jubeln, Schreien

Lachen, Jubeln, Schreien: Ein weiterer Magnet und seit Jahren Dauerbrenner auf der Gessem ist der Break Dancer der Familie Wingender. Schnell waren die Gondeln besetzt, viele Fahrgäste hatten sich gleich mit mehreren Fahrchips ausgestattet und genossen mehr als eine Runde.

Verfolgungsjagden mit Remplern und Auffahrunfällen – darauf verzichtet man im echten Leben gern. Doch beim direkt nebenan gelegenen Autoscooter der Familie Tovar reißen sich die Leute darum; Besucher mussten teilweise schnell sein, um einen freien Wagen zu erwischen.

Erstmals Krumm & Schief

Wer es lieber etwas ruhiger mage, wählte stattdessen das Kettenkarussell Speed Wave der Familie Freiwald oder – noch chilliger – genoss die Aussicht aus einer der Gondeln des Riesenrads der Familie Landwehrmann-Henschel.

Ein weiteres traditionelles Fahrgeschäft auf der Gessem fand ebenfalls viel Zulauf: Der Musikexpress begeisterte Jung und Alt. Der ein oder andere Knirps musste unter Protest aus dem Wagen gehoben werden. Doch für die kleinen Besucher gab es noch eine Reihe weiterer Angebote: Kindersportkarussell, Jumbo Flug, aber auch Entenangeln, Dosenwerfen oder Torwandschießen.

Foto: NOZ MEDIEN

Dieses Jahr das erste Mal dabei war das Laufgeschäft „Krumm & Schief Bau“ der Familie Hartmann. Dort musste die Laufkundschaft verschiedenste Hindernisse überwinden, um ins Ziel zu kommen. Der ein oder andere Stolperer auf den wackeligen Wegen gehörte genauso dazu, wie das Verirren im Labyrinth, in dem man vorsichtig sein musste, nicht gegen die Glaswände zu laufen. „Ich hatte schon gedacht, der kommt da mit blauen Augen wieder raus“, lachte die Tante eines Vierjährigen, der so einige Male Scheibenkontakt aufnahm.

„Wir kommen bestimmt wieder!“

Selbstverständlich gab es auch eine große Auswahl an Speisen und Getränken, ob klassische Bratwurst, Backfisch, Falafel oder Flammlachs. Für Schleckermäuler boten die Auslagen Zuckerwatte, Mandeln und Nüsse, Liebesäpfel, Schokofrüchte, Weingummi, Waffeln und Lebkuchenherzen.

„Bereits als Kind war ich jedes Jahr auf der Kirmes,“ erklärte Corinna Möllmann. „Und jetzt mit eigenen Kindern ist es selbstverständlich immer noch so.“ Allerdings sei der Weg inzwischen etwas weiter, erklärte ihr Ehemann Tobias Möllmann, da sie aus Ostercappeln kämen. Außerdem überließen sie das Karussellfahren inzwischen hauptsächlich ihren Kindern. Sohn Justus konnte sich gar richtig nicht entscheiden, welches Fahrgeschäft ihm denn nun am besten gefallen hat. Besonders angetan hatten es ihm aber jeden Fall der Street Fighter und der Crazy Beach Jumper. Das Fazit der Familie: „Wir kommen bestimmt wieder!“


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