Burgen, Schlösser und Felsen Meller Alpenvereins-Senioren mit dem Rad unterwegs

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Die Alpenvereins-Senioren auf dem Marktplatz von Litomerice, dort fließt die Eger in die Elbe. Dieter Huntebrinker, Ludwig Nienhüser, Herbert Steinmeier, Hans-Georg Wenker, Artur Düsterhöft, Gerhard Klinksiek und Hanfred Kästner. Foto: DAV MelleDie Alpenvereins-Senioren auf dem Marktplatz von Litomerice, dort fließt die Eger in die Elbe. Dieter Huntebrinker, Ludwig Nienhüser, Herbert Steinmeier, Hans-Georg Wenker, Artur Düsterhöft, Gerhard Klinksiek und Hanfred Kästner. Foto: DAV Melle

Melle Wie in jedem Sommer lockt es die Meller Alpenvereinssenioren neue Wege zu erkunden. Dieses Mal waren sieben Teilnehmer im Alter von 70 bis 80 Jahre mit dem Rad in Tschechien unterwegs.

Nach Siebenbürgen im letzten Jahr, solle es diesmal der Eger-Radweg in Tschechien sein. Gestartet wurde in Cheb, der früheren Stadt Eger im Sudetenland. Von den ehemaligen deutschen Bewohnern dieser Region ist keiner mehr anzutreffen, sie wurden nach dem Zweiten Weltkrieg alle gewaltsam vertrieben und siedelten sich als Flüchtlinge in der Bundesrepublik Deutschland neu an.

Wer kannte in den 1970-ziger und 1980-ziger Jahren nicht Ernst Mosch, der mit seiner „Original Egerländer Blasmusik“ die Volksmusik seiner Heimat in fast jeder deutschen Musikshow gekonnt präsentierte?

Bei hochsommerlichen Temperaturen war die Sonne der ständige Begleiter, da konnte eine Fahrt unter den Laubbäumen im Uferbereich der Eger (Ohre) eine echte Wohltat sein. Das war leider nicht immer so. Oft verlief der Radweg entlang oder sogar über die Berge des Flusstales und wechselte von säuberlich glatten Asphaltpisten bis hin in holprige Schotterwege mit steilen Auf- und Abfahrten.

Dies beeinträchtigte das Wohlbefinden der „Alpinisten“ zwar nicht, ließ jedoch manchen Schweißtropfen fallen. Die abwechslungsreiche Landschaft war jetzt im Spätsommer sehr ansprechend, besonders angetan waren die Teilnehmer aber von den vielen keinen Städten mit ihren malerischen Marktplätzen und architektonischen Gestaltungen, alles so gut restauriert, als hätte der alte Kaiser Franz -Joseph ihnen gerade einen Besuch abgestattet.

Auf dem Lande gibt es aber noch viele, ehemals ansehnliche, erhaltenswerte Gebäude aus der k. und k. Zeit, vor dem endgültigen Verfall zu retten, auch wenn hier zurzeit offensichtlich viel geschieht.

In Litomerice erreichten die Alpinisten die Elbe und fuhren nun auf dem Elbe-Radweg über Usti (Aussig) bis nach Decin südlich vom Elbsandsteingebirge .

Hier endete die einwöchige Radtour der DAV-Senioren mit vielen neuen, interessanten Eindrücken und zum Glück wohlbehalten und mit heilen Knochen. In Decin bestieg die Gruppe einen InterCity, der die Pelalisten über Dresden, Leipzig, Magdeburg, Hannover zurück bis nach Melle brachte. pm


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