Besuch vom Bischof Landvolk-Aktionstag „Ernte und Genuss“ in Melle

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Fühlt sich wohl im Aktivstall für Schweine. Foto: VeranstalterFühlt sich wohl im Aktivstall für Schweine. Foto: Veranstalter

Melle Am Aktionstag „Wir machen Ernte und Genuss“ vom Landvolk Niedersachsen besuchte Bischof Meister den Meller Landwirtschaftsbetrieb „Aktivstall für Schweine“ mit ihren Partnern.

Über eine Podiumsdiskussion ist Bischof Meister auf der Grünen Woche in Berlin auf den Aktivstall für Schweine aufmerksam geworden und wollte sich selbst ein Bild von dem Betrieb machen.

An einem Strang ziehen

Familie Mörixmann hat eine Ferkelaufzucht und Schweinemast. Vor sechs Jahren haben die Familienmitglieder das Stallkonzept „Aktivstall für Schweine“ ins Leben gerufen, und als tiergerechte Zwischenstufe zwischen konventionell und Bio, umgebaut, sodass die Tiere nun mehr Platz, Stroh, Raufutter, Außenklima, Bade- und Duschmöglichkeiten und vieles mehr zur Erkundung im Stall und auch draußen vorfinden.

Der Stall hat zehn Bereiche, die einen Wechsel, der Tiere zwischen Stroh-, Beton- und Außenbereich jederzeit möglich macht. Die Schweine können je nach Belieben die Bereiche auf 1000 Quadratmetern wechseln. Außerdem stehen der Aktivstall und deren Verarbeitungspartner für absolute Transparenz.

Diese wird durch Gruppenführungen im Stall, Schlachthof und Verarbeitung sowie durch die Vorstellung im Social-Media-Bereich untermauert. Transparenz ist ein wichtiges Thema, denn das Angebot für einen Stallbesuch wird Woche für Woche sehr gut angenommen.

Mörixmann, die Vermarktungspartner und das Landvolk erklärten, dass mehr Tierwohl natürlich möglich ist, aber eben nicht zum Nulltarif und auch nur, wenn man gemeinsam an einem Strang zieht, um was verändern zu wollen. Mörixmann sagte während des Stallrundgangs mit Bischof Meister: „Mir macht das wirklich Spaß, die Tiere so rumtoben zu sehen, nur die Verantwortung, wie Landwirtschaft in Deutschland aussehen soll, tragen Landwirtschaft, Politik, Fleischwirtschaft, Lebensmitteleinzelhandel und unsere Kunden gemeinsam.“

Gemeinsamer Dialog

Bischof Meister schaute sich die Stallungen an und war beeindruckt von dem Platz und dem tiergerechten Angebot, welches den Tieren in einer Zwischenstufe zwischen konventionell und Bio geboten wird. „Das ist ein gutes Beispiel für mehr Tierwohl im konventionellen Bereich“, sagte der Bischof.

Die Kunden seien auch bereit, dafür zu zahlen, so die Meinung des Bischofs. „Der Landwirt kann letztlich nur das produzieren, was im Lebensmitteleinzelhandel angeboten und dann auch nachgefragt wird. Nur der Bezug zur Produktion geht immer mehr verloren, und deshalb sind uns Aktionstage wie der heutige und der gemeinsame Dialog sehr wichtig“, so Volker Brinkschulte vom Landvolk.

Und deshalb sei Landwirten eine gemeinsame Verantwortung so wichtig, waren sich alle Beteiligten einig.

Alle Landwirte, egal ob Bio oder traditionell arbeitend, müssten den Spagat zwischen Tierwohl, Ökologie, Bürokratie, Verbraucherwünschen, Transparenz und natürlich auch betrieblicher Wirtschaftlichkeit schaffen.


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