Kultur auf Schloss Königsbrück Vortrag zum Dreißigjährigen Krieg in Neuenkirchen

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Schloss Königsbrück aus der Vogelperspektive. Foto: Buddenbohm-multimedia GmbH & Co. KGSchloss Königsbrück aus der Vogelperspektive. Foto: Buddenbohm-multimedia GmbH & Co. KG

pm Melle. Unter dem Leitgedanken „Der Dreißigjährige Krieg – fern und nah. Gedenken an den Ausbruch des apokalyptischen Krieges vor 400 Jahren“ steht eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung, die am Sonntag, 16. September, 15.30 Uhr, im Rahmen der Reihe „Meller Sommer – Kunst und Kultur auf dem Lande“ auf Schloss Königsbrück in Neuenkirchen stattfindet.

„Zu dieser Veranstaltung, die mit Lesungen und musikalischen Darbietungen verbunden ist und im Hofgarten ausklingt, sind alle Interessierten herzlich willkommen“, sagen die Gastgeber Sabine Freifrau von Richthofen und Dr. Karl-Friedrich Freiherr von Richthofen, die für diesen Nachmittag in Zusammenarbeit mit dem Amt für Stadtmarketing, Kultur und Tourismus ein interessantes Programm vorbereitet haben.

Verheerender Krieg

Zum Auftakt der Gedenkveranstaltung hält der Superintendent des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Melle-Georgsmarienhütte, Hans-Georg Meyer-ten Thoren, ein kurzes Impulsreferat, bevor sich Prof. Dr. Gunter Steinmann, Paderborn, in seinem Hauptvortrag zur Entstehung und zum Verlauf des Dreißigjährigen Krieges äußert, der am 23. Mai 1618 mit dem Prager Fenstersturz seinen Anfang nahm. Wie kam es zu diesem verheerenden Krieg? Wer waren die Akteure und Verantwortlichen für unbeschreibliche Kriegsverbrechen? In welchen Wellen verlief der Krieg? Wie mündete er in Friedensverträge? Auf diese und andere Fragen gibt der Referent in seinem strukturierten und von zahlreichen aussagekräftigen Bildern unterlegten fesselnden Vortag fundierte Antworten.

Regionale Auswirkungen

Dem Vortrag folgt eine Podiumsdiskussion mit der Geschäftsführerin des Landschaftsverbandes Osnabrücker Land e. V., Dr. Susanne Tauss, zu den regionalen Auswirkungen des Krieges. Auch das Osnabrücker Land blieb von seinen Auswirkungen, von Kontributionen, Hunger und Seuchen, nicht verschont. Lüneburg`sche Söldner plünderten 1633 Königsbrück. In der Podiumsdiskussion finden regionale Folgen des Krieges und familiengeschichtliche Bezüge Beachtung.

Das von den Schrecken des Dreißigjährigen Krieges geprägte Lebensgefühl – Angst und Friedenssehnsucht – fand seinen Ausdruck in Schriften und im kirchlichen Liedgut jener Zeit. Kurze Texte, vorgetragen von Friederike Steinmann, und musikalische Einlagen von Kantor Daniel Skibbe runden das Programm ab.

Keine Frage: Die Veranstaltung „Der Dreißigjährige Krieg – fern und nah“ auf Schloss Königsbrück am Königsbrücker Weg 16 in Neuenkirchen bildet den abschließenden Höhepunkt der Reihe „Meller Sommer – Kunst und Kultur auf dem Lande“. Eintrittskarten sind ab sofort im Amt für Stadtmarketing, Kultur und Tourismus der Stadt Melle, Markt 22, 49324 Melle, Telefon 05422/965-330, zum Preis von 10 Euro erhältlich.


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