„Lesen bereichert das Leben“ Stadtbibliothek Melle: Welt-Alpha-Tag mit 200 Besuchern

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An der „Meller Leseleine“ in Aktion: (von links) die Vorsitzende des Förder- und Freundeskreises der Stadtbibliothek Melle, Heidi Finke-Gröne, die stellvertretende Bürgermeisterin Christina Tiemann, Bibliotheksmitarbeiterin Birgit Pietsch und Bibliotheksleiterin Ulrike Koop. Foto: StadtverwaltungAn der „Meller Leseleine“ in Aktion: (von links) die Vorsitzende des Förder- und Freundeskreises der Stadtbibliothek Melle, Heidi Finke-Gröne, die stellvertretende Bürgermeisterin Christina Tiemann, Bibliotheksmitarbeiterin Birgit Pietsch und Bibliotheksleiterin Ulrike Koop. Foto: Stadtverwaltung

Melle Diese Resonanz kann sich sehen lassen: Mit nahezu 200 Besuchern fand der Welt-Alpha-Tag in der Stadtbibliothek Melle ein lebhaftes Echo. „Ein tolle und lebendige Veranstaltung“, resümierte am Ende Leiterin Ulrike Koop, die in diesem Zusammenhang allen Mtarbeiterinnen für ihren Einsatz dankte: „Dieses besondere Engagement hat Früchte getragen.“

Seinen ersten Höhepunkt erlebte der Aktionstag mit der Eröffnung der „Meller Leseleine“ durch die stellvertretende Bürgermeisterin Christina Tiemann. Die Politikerin war der erste Gast, der frei nach dem Motto „Ich gönne mir Buchstaben“ persönliche Gedanken zur Bedeutung des Lesens zu Papier brachte, um das Blatt anschließend mit einer Wäscheklammer an der Leine zu befestigen.

26 Buchstaben in richtiger Reihenfolge

Mit ihrem Statement setzte die Repräsentantin der Stadt Melle ein deutliches Zeichen für die Bedeutung des Lesens – und stand damit nicht allein. „Zum Schluss zogen sich die Statements auf gut acht Metern durch die Bibliothek“, frohlockte Ulrike Koop. Sie zeigte sich angetan davon, dass sich nicht wenige Besucher Zeit nahmen, um das schriftlich zu fixieren, was das Lesen für sie bedeutet.

Zwei Beispiele: „Ich gönne mir Buchstaben, weil es mich fasziniert, dass nur 26 Buchstaben, in die richtige Reihenfolge gebracht, mich informieren, schockieren, animieren, motivieren, inspirieren, verzaubern und begeistern können.“ Und: „In der Stadtbibliothek gibt es nur Gewinner!“

Der Welt-Alpha-Tag bot allerdings mehr als die „Meller Leseleine“. Großen Anklang fand neben dem „Glücksrad mit Buchstaben“ auch die Aktion „Geschenkte Lesezeit“. „Zahlreiche Nutzer verlängerten ihren Bibliotheksausweis – und der Förder- und Freundeskreis der Stadtbibliothek schenkte ihnen drei Monate Lesezeit dazu. So viele Neuanmeldungen und Ausweisverlängerungen gab es wohl noch nie an einem Tag“, berichtete Ulrike Koop.

Vielfältiges Angebot

Trotz der Betriebsamkeit gab es am Welt-Alpha-Tag in der Stadtbibliothek für die Mitarbeiterinnen ausreichend Zeit, mit Besuchern über die Bedeutung des Lesens im Alltag zu sprechen. „Dabei ging es auch um das Angebot der elektronischen Bücher und deren fehlende rechtliche Gleichbehandlung mit den Papierbüchern“, so die Bibliotheksleiterin.

Katrin Hettlich, die die Gemeinschaftsaktion der Volkshochschule in Stadt und Landkreis Osnabrück und den Bibliotheken angestoßen hatte, zeigte sich begeistert von dem vielfältigen Angebot in Melle. Für sie stand fest: „Lesen lohnt sich in jedem Alter, denn es bereichert das Leben.“

Mit dem Welttag der Alphabetisierung erinnerte die UNESCO an die Bedeutung von Alphabetisierung und Erwachsenenbildung. Denn lesen und schreiben zu können, ist Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben. Der Hintergrund: In Deutschland gibt es rund 7,5 Millionen funktionelle Analphabeten, davon etwa 20000 im Landkreis Osnabrück, und 20 Millionen Deutsche sind aktuellen Studien zufolge das Lesen nicht mehr gewohnt.


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