Reichweiten bis zu 300 Kilometer Pluspunkte für Elektroautos im Fahrtest in Melle

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Die beiden getesteten Elektroautos überzeugen die Redakteurin. Foto: M. HengeholdDie beiden getesteten Elektroautos überzeugen die Redakteurin. Foto: M. Hengehold

Melle Die Testwoche mit den beiden Elektroautos Renault Zoe und Hyundai Ioniq ist vorbei. Beide Autos fahren voll elektrisch, mussten also fast jeden Abend an die heimische Steckdose angeschlossen werden. Das Laden der Batterie funktioniert problemlos: ein Stecker ins Auto, den anderen in die Steckdose, fertig. Insgesamt ist das Fahren mit dem E-Auto also unkompliziert.

In puncto Reichweite schneidet der Zoe etwas besser ab als der Hyundai. Mit der großen Batterie (41kWh) schafft er bis zu 300 Kilometer. Der Ioniq hat eine 28 kWh-Batterie. Die Reichweite liegt bei 200 Kilometern. Allerdings zeigt der Test, dass die im Display angezeigte Reichweite nie ganz mit der tatsächlichen Reichweite übereinstimmt, da der Wagen nicht nur Strom fürs Fahren braucht, sondern auch für andere Funktionen und Geräte wie Licht, Radio oder Klimaanlage.

Nicht für den kleinen Geldbeutel

Beim Preis liegen beiden Autos dicht beieinander. Ohnehin ist die Elektromobilität im Moment noch nichts für den kleinen Geldbeutel. Den Zoe gibt es schon ab 22000 Euro. Das gefahrene Modell mit Sonderausstattung kostet jedoch laut Liste knapp 30000 Euro. Allerdings muss der Fahrer dann die Batterie mieten. Will er die Batterie kaufen, klettert der Preis auf knapp 38000 Euro. Der getestete Ioniq mit der Premium Ausstattung kostet laut Liste 38000 Euro, inklusive Batterie. Im Vergleich zu anderen E-Autos sind die Preise für die beiden getesteten Autos eher moderat. Einen elektrischen Golf beispielsweise gibt es laut Herstellerliste erst ab 36000 Euro. Wer eine hochwertige Ausstattung wählt, liegt schnell bei über 40000 Euro.

Förderung vom Bund und von den Herstellern

Da sowohl der Ioniq als auch der Zoe zu den förderfähigen Elektroautos gehören, können Käufer eine Prämie von 4000 Euro einstreichen. 2000 Euro zahlt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, 2000 Euro kommen vom Hersteller. Auf der Liste der E-Fahrzeuge, für die es diese Prämie gibt, stehen 122 Modelle.

Fazit nach einer Testwoche: Das ruhige Fahren ohne Motorengeräusch gibt einen dicken Pluspunkt für die Elektroautos. Auch das unkomplizierte Aufladen spricht für sie. Die Ausstattung entspricht der eines Benziners oder Diesels. Einzig der Preis ist noch ein Hindernis auf dem Weg in die Elektromobilität in Deutschland.


Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle listet 122 förderfähige Elektrofahrzeuge. Dazu gehören der BMW i3, 15 verschiedene Modelle von Citroen, der Ford Focus, acht Modelle von Hyundai, zwei von Kia, ein Maxus EV80, der Mercedes Benz B 250e, ein Mitsubishi, 30 Modelle von Nissan, drei von Opel, sieben Modelle von Peugeot, ein Piaggio Porter Elektro, 14 verschiedene Renaults, acht smart-Modelle, 22 Modelle von Streetscooter, der Tesla Model S und vier E-Autos von Volkswagen.

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