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09.09.2018, 16:27 Uhr KOMMENTAR

Einer muss den Exoten spielen in Melle

Kommentar von Kirsten Muck

Rein elektrisch sind in Deutschland nur wenige Autofahrer unterwegs. Foto: Jan Woitas/dpaRein elektrisch sind in Deutschland nur wenige Autofahrer unterwegs. Foto: Jan Woitas/dpa

Melle. Die Zögerlichkeit, mit der Kommunen, Unternehmen und auch Privatleute in Deutschland das Thema Elektromobilität vorantreiben, lässt Zweifel aufkommen, das der alternative Antrieb überhaupt gewollt ist. Wer es Ernst meint mit der E-Mobilität, muss auch den Mut haben, in sie zu investieren, meint unsere Kommentatorin.

Wer sich hierzulande ein E-Auto kauft, gilt immer noch als Exot. Die Wende in Richtung E-Mobilität gelingt nicht. Kommunen und Unternehmen müssen sich deshalb offener und mutiger mit dem Thema auseinandersetzen. Sie müssen Geld in die alternative Antriebsform stecken, ehrgeizige Ziele für die Wende formulieren und zugleich mehr Druck auf die Verantwortlichen in Berlin ausüben, damit diese ihren Worthülsen endlich Taten folgen zu lassen. Herbeireden lässt sich die flächendeckende Elektromobilität nämlich nicht. Dazu braucht es besser ausgestattete Fördertöpfe, die Kommunen, Unternehmen und auch Privatleute anzapfen können.

Nichtsdestotrotz könnte eine Stadt wie Melle, die ja schon in Sachen Blühwiesen Vorreiter ist, auch in der Elektromobilität mit gutem Beispiel vorangehen. Alle städtischen Fahrzeuge könnten elektrisch sein. Vor allen städtischen Gebäuden könnten E-Ladesäulen stehen. Das wäre ein Anfang sein. Ideen gibt es sicher reichlich. Es muss nur jemand den Mut haben, den Exoten zu spielen, der die Wende in der Mobilität in Melle vorantreibt.


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