Eine echte Alternative Positives Fazit nach Testwoche mit E-Autos in Melle

Von Kirsten Muck, 10.09.2018, 19:48 Uhr
Als Pendlerin testet NOZ-Redakteurin Kirsten Muck ein Elektroauto auf ihrem Weg zur Arbeit von Mettingen nach Melle, um herauszufinden, ob das Vorurteil stimmt, E-Autos seien nur etwas für Städter. Foto: Michael Hengehold

Melle. Elektro-Autos sind doch nur was für Städter, die kurze Wege fahren. So lautet ein gängiges Vorurteil gegenüber der Elektromobilität. Aber stimmt das? Nach der Testwoche lautet die Antwort eindeutig "Nein". Als Landei und Pendlerin bin ich eine Woche lang mit Elektroautos gefahren, zuerst mit einem Hyundai Ioniq, am Wochenende mit einem Renault Zoe.

Die Suche nach einem geeigneten E-Auto gestaltet sich schwierig. Im Frühjahr unternehme ich einen ersten Versuch, meinen Test zu planen. Die Händler in Melle vertrösten mich bei meinen Anfragen nach einem Elektroauto auf den Herbst. Denn es gibt Lieferengpässe bei den Herstellern.

Außerdem suche ich nicht irgendein E-Auto, sondern einen potenziellen Zweitwagen, in den wir als fünfköpfige Familie mit Hund hineinpassen. Ein zweitüriger E-Smart kommt also nicht infrage. Auch nicht der viersitzige Elektro-BMW. Und ein Tesla als Zweitwagen wäre reichlich überdimensioniert. 

Fündig werde ich am Ende in Osnabrück. Im Autohaus Hasepark leihe ich einen Hyundai Ioniq. Der Wagen hat eine Reichweite von ungefähr 200 Kilometern. Die brauche ich auch bei einer täglichen Pendelstrecke von Mettingen nach Melle. Das sind knapp 50 Kilometer pro Weg. Oft muss ich in Melle noch zu Terminen fahren. Da kommen schnell 120 Kilometer am Tag zusammen. Wenn ich dann noch die Klimaanlage und das Radio anschalte, verbrauche ich zusätzlichen Strom und somit Reichweite.  

Tag 1 mit dem Elektroauto

Am Montag hole ich das Auto in Osnabrück ab. Verkaufsberater Daniel Busati zeigt mir den Wagen und erklärt kurz die Funktionen. Eigentlich alles wie im herkömmlichen Diesel oder Benziner. Nur das Motorengeräusch fehlt. Und anstelle der Öffnung für den Kraftstoff verbirgt sich hinter dem Tankdeckel eine Steckdose. Im Kofferraum finde ich zwei Kabel, eines für die Schnellladung, eines für die Aufladung an einer 230-Volt-Steckdose. Abends sollte ich das Auto aufladen, damit ich am nächsten Tag nicht mit halb leerer Batterie los muss, rät mir Busati. Denn dann könnte es knapp werden. "Klimaanlage, Radio, Licht, im Winter die Sitzheizung, das zieht alles Strom", sagt der Berater. Wer ein E-Auto fahre, müsse seinen Verbrauch gut im Blick haben und Ladezeiten einplanen.  

Hinter dem Tankdeckel verbirgt sich die Steckdose, die sogar beleuchtet ist, damit der Fahrer das Auto auch im Dunkeln noch bequem an die Stromquelle anschließen kann. Foto: Kirsten Muck

Ich starte den Motor und höre nichts. Ich drücke das D und der Wagen rollt stumm vom Hof des Autohauses. Das fehlende Motorengeräusch irritiert mich anfangs. Doch schon nach zehn Minuten im Stadtverkehr genieße ich die Ruhe. Das Radio läuft nur auf minimaler Lautstärke und ist trotzdem noch gut zu hören. Die halbstündige Fahrt nach Hause kommt mir trotz dichtem Verkehr etwas entspannter vor. 

Zuhause angekommen bestaunen die Kinder das neue Gefährt. "Super, wie leise der ist", schwärmt mein Sohn  während der Probefahrt und lehnt sich entspannt im Beifahrersitz zurück. Die Kleine im Kindersitz überlegt laut, ob der Kofferraum groß genug ist für unseren Welpen. 

Zwei Stunden später trudelt auch mein Ältester zuhause ein. Er hat die Sporttasche noch nicht einmal abgestellt und ruft entsetzt durchs Haus: "Ist DAS jetzt unser neues Auto?". Ich beruhige ihn: Nein, nur ein Testwagen. Rein elektrisch. Sowas gibt es erst, wenn wir eine Solaranlage auf dem Dach haben. Er atmet erleichtert aus. Denn das Design gefällt ihm nicht. Er mäkelt am Heck herum. "Die Japaner haben's einfach nicht drauf mit dem Design", mault er. Hyundai kommt zwar aus Südkorea, aber das ist ihm egal. Und mit dem Strom sei das ja auch schwierig, meint er. "Unser Strom kommt doch wahrscheinlich aus dem bescheuerten Kohlekraftwerk da oben." Er zeigt genervt gen Ibbenbüren, wo die Zeche und das Kraftwerk auf dem Schafberg thronen. 

An diesem Abend verzichte ich auf das Aufladen. Der Wagen zeigt eine Reichweite von 160 Kilometern an. Am nächsten Tag muss ich nur nach Osnabrück zur Fortbildung. 

Tag 2 

Auch an diesem Morgen wird es auf den letzten Metern wieder hektisch. Der Hund bückst aus, das Telefon klingelt und ich suche den Autoschlüssel. Doch die Ruhe im E-Auto lullt mich innerhalb kürzester Zeit ein. Dazu noch ein bisschen Sting und der Tag kann kommen. Der Berater im Autohaus hat Recht, denke ich. "E-Auto fahren entschleunigt", sagte er mir. Mich entschleunigt das so sehr, dass ich gar nicht merke, wie schnell ich unterwegs bin. Das ist mir auch schon am Montag auf der Fahrt von Osnabrück nach Mettingen aufgefallen. Bei meinem Polo weiß ich anhand des Motorengeräuschs, ob ich noch 50 fahre oder schon über 60. Im Ioniq weiß ich das nicht. Deshalb erwischt mich auch der mobile Blitzer vor dem Schulzentrum in Westerkappeln. Zack! Der grelle Blitz blendet mich eine Sekunde. Ein Blick auf den Tacho: 63. Ich ärgere mich schwarz. Ausgerechnet mit einem Leihwagen passiert mir sowas. Den Rest des Weges passe ich höllisch auf, nicht zu schnell zu fahren. 

Am frühen Abend nach der Fortbildung stecke ich im Stau auf dem Ring in Osnabrück. Die Motoren brummen, die Abgase verpesten die Luft. Und ich fühl mich plötzlich heroisch, weil ich in einem umweltfreundlichen E-Auto sitze. Kein Lärm, keine Emission. Doch das ist natürlich Augenwischerei: Der Strom für das Auto ist nicht unbedingt grün. Und auch die Herstellung von Batterien und anderen Autoteilen verschlingt natürliche Ressourcen. 

Am Abend testet mein Gatte den Wagen und staunt über die Beschleunigung auf der Landstraße. "Da kannste nich meckern", stellt er fest. Die Stille findet auch er sehr entspannend. Nach der Testfahrt kommt der Wagen an die Steckdose in der Garage. Fünf Stunden und 15 Minuten muss die Batterie aufgeladen werden. 

Im Kofferraum des Ioniq liegen ein Kabel für die Schnellladestation und eines für die heimische 230-Volt-Steckdose. Foto: Kirsten Muck


Am Abend zeigt der Wagen eine Ladezeit von fünf Stunden und 15 Minuten an. Foto: Kirsten Muck

Tag 3 

Am Mittwochmorgen ist die Batterie voll, der Hyundai hat eine Reichweite von 220 Kilometern. Auf der Autobahn teste ich, ob der Wagen tatsächlich die vom Hersteller angegebene Spitzengeschwindigkeit von 165 km/h erreicht. Immerhin bringt der Elektromotor 120 PS mit. Das E-Auto beschleunigt unglaublich schnell. Doch auf 165 km/h komme ich nicht, da es zu voll ist. Außerdem geht die Geschwindigkeit zulasten der Reichweite. Auch die Klimaanlage und das Radio ziehen ordentlich Energie. Als ich in Melle ankomme, kann ich noch 170 Kilometer fahren. Das reicht locker, um am Abend zurück nach Mettingen zu fahren. 

Zu Beginn der Fahrt nach Melle hat das E-Auto noch eine Reichweite von 221 Kilometern. Foto: Kirsten Muck


In Melle angekommen, stehen in der Anzeige der Reichweite noch 170 Kilometer. Foto: Kirsten Muck


14,3 Kilowatt pro Stunde hat Redakteurin Kirsten Muck auf 100 Kilometer verfahren. Bei einem Strompreis von 28 Cent/kWh sind das Kosten von vier Euro. Foto: Kirsten Muck

Tag 4 mit dem Elektroauto

Der Wagen ist "vollgetankt", der Weg zur Arbeit gewohnt ruhig. Mein Verbrauch an Strom liegt liegt auch an diesem Morgen ungefähr bei 14 Kilowatt pro Stunde. Als ich am Abend auf dem Rückweg kurz am Supermarkt anhalte, spricht mich zum ersten Mal jemand auf das Auto an. Darüber wundere ich mich schon in den letzten Tagen. Nicht einmal die Nachbarn haben das E-Auto kommentiert. Dabei registrieren die sonst alles, was sich in unserer Sackgasse tut.  

Ein älterer Herr schlendert also auf mich zu und fragt: "Ihrer?". Mit dem Finger zeigt er auf das Auto. Ich nicke. "Voll elektrisch?", fragt er. Ich nicke wieder. "Und das geht?", fragt er weiter. "Natürlich, warum denn nicht?", frage ich. "Naja, damit kommt man doch nicht weit, oder? Mich würde das ja nerven, das Auto ständig wieder aufladen zu müssen", sagt er. Ich berichte ihm kurz von meinen Erfahrungen der letzten Tage. Er staunt. Dass die E-Autos mittlerweile mehr als 100 Kilometer mit einer Batterieladung schaffen, überrascht ihn. Er hatte da noch andere Infos. Doch so sehr ich auch die Vorzüge der Elektromobilität anpreise, er will nicht so recht runter von seinen Vorurteilen. Am Ende drückt er mir den Stempel der grünen Ökotante auf und verabschiedet sich mit einem "Nichts für ungut, aber für mich ist das nix". Er steigt in seinen Benz – einen Diesel – und braust vom Parkplatz. 

Zuhause schließe ich den Hyundai wie gewohnt ans heimische Stromnetz an. Am nächsten Tag werde ich mal die Ladestation in Melle testen. 

Tag 5

Wer mit Strom fährt, muss sein Gefährt regelmäßig aufladen. Zuhause ist das kein Problem. Aber unterwegs?Eine Ladesäule auf unserem Redaktionsparkplatz, das wäre super, denke ich noch, als ich zum Auto gehe. Ich hätte noch genug Energie, um später wieder nach Hause zu fahren. Doch ich will das Aufladen an öffentlichen Ladesäulen testen. Ich fahre zur Tankstelle in Gerden, fünf Minuten Fahrtweg entfernt. Dort erklärt mir der Geschäftsführer der Tankstelle, Marc Stapenhorst, wie die Ladesäule funktioniert. „Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Sie Ihr Auto aufladen können: mit einer App von Intercharge oder per SMS“, sagt er. Ich versuche es mit der App. Aber das Installieren der App dauert mir zu lange. Also doch die SMS. Ich tippe die 841122 ein und dann den Code für die Zapfsäule „cte04“. Wir warten. Ein Autofahrer, der seinen Luftdruck kontrollieren will, schaut uns interessiert über die Schulter. Er wolle nur mal sehen, wie das funktioniert, sagt er.


An der Metank-Tankstelle im Industriegebiet in Gerden lädt Redakteurin Kirsten Muck ihr geliehenes E-Auto auf. Foto: Marc Stapenhorst


„Bei Ihrem Mobilfunkanbieter muss natürlich das mobile Bezahlen freigeschaltet sein. Sonst funktioniert das nicht“, sagt Stapenhorst. Mein Handy ist ein Diensthandy. Ich habe meine Zweifel, ob ich damit mobil bezahlen kann. Per SMS kommt die Aufforderung, das Kabel einzustecken. Wieder tippe ich „cte04“ ein. Es bimmelt. Wider Erwarten gibt mir das Handy Bescheid, dass die Aufladung beginnt. Wir reden über E-Mobilität. Stapenhorst fährt zwar selbst kein E-Auto, kennt sich trotzdem gut aus. Schließlich steht er nicht zum ersten Mal an der Ladesäule und erklärt einem Kunden, wie er die Batterie aufladen kann. Die Säule werde gut angenommen, sagt er. Das wundert mich nicht. Es gibt ja auch nur diese und eine Weitere am Maschweg. Bei einem Füllstand von 87 Prozent beende ich die Ladung per SMS. 1,56 Euro kostet der Spaß. Ich fahre zurück in die Redaktion.

Neben der Ladesäule steht auf einer Info-Tafel, wie Autofahrer die Ladebox freischalten, um das E-Auto aufzutanken. Foto: Kirsten Muck


Mit einer maximalen Leistung von 60 kw lädt diese Schnellladestation E-Autos auf. Im Test lädt die Säule den Hyundai mit 55 kw. Foto: Kirsten Muck


In sechseinhalb Minuten hat die Ladesäule mit 3,69 kWh Strom die Batterie aufgefüllt. Foto: Kirsten Muck


Weil es momentan nur zwei E-Ladesäulen in Melle gibt, will die Stadt drei weitere Säulen an zentralen Orten in Betrieb nehmen. Am Bahnhof, auf dem Parkplatz bei Böckmann und am Grönegaubad sollen Fahrer mit E-Autos dann ihre Fahrzeuge aufladen können. Jede Ladesäule wird zwei Plätze mit einer Leistung von jeweils 22 kw haben. Das erzählt mir der Klimaschutzmanager der Stadt, Udo Jakobslüken. Denn E-Mobilität kann flächendeckend nur funktionieren, wenn die Fahrer ihre Autos auch aufladen können. Und zwar nicht nur zuhause. 

Tag 6

Am Freitag tausche ich den Hyundai gegen einen Renault Zoe. Der Zoe hat eine größere Reichweite von 300 Kilometern. Dafür ist er deutlich kleiner. Und er macht komische Geräusche. Beim Einsteigen erklingt eine Musik, die ein bisschen an Kaufhausgedudel erinnert. Und bis zu einer Geschwindigkeit von 30 surrt der Wagen wie ein Star-Wars-Raumschiff. Eigentlich müsste dieser Sound bei meinen Star-Wars-versessenen Jungs gut ankommen. Weit gefehlt! Das kugelige Äußere des Zoe schreckt sie so sehr ab, dass ich den Raumschiff-Sound gar nicht mehr vorführen kann. Ich schiebe das Geläster meines Ältesten auf den Testosteronschub. In der Pubertät ist halt alles doof, was die Eltern so machen. "Hättest du mal einen elektrischen Porsche oder BMW geliehen!", frotzelt mein Mann. "Dann wären die Jungs schneller in dem Wagen drin als du überhaupt E-Auto sagen kannst." Ich verkneife mir Kommentare über Männer, Muckis und Autos.

Das Fahren mit dem Zoe ist so wie mit dem Hyundai: ruhig. An der Ampel bin ich schneller weg als ein aufgemotzter Golf. Fühlt sich gut an. Der Verbrauch ist ähnlich wie beim Hyundai. Das Aufladen erspare ich mir an diesem Abend. Die paar Kilometer vom Händler bis nach Hause schlagen sich nicht groß in der Reichweite nieder. Außerdem ist Wochenende und ich muss erst am Sonntag wieder in die Redaktion.

Tag 7 mit dem Elektroauto

Als ich zum Dienst fahre, zeigt mir der Renault eine Reichweite von 170 Kilometern an. Ich habe ihn in der Nacht zuvor nicht aufgeladen, sondern nur vormittags für zwei Stunden. In der Redaktion angekommen, kann ich noch 105 Kilometer fahren. 

Abends habe ich es eilig. Es ist spät, es ist dunkel, ich bin müde und will nach Hause. Doch der Renault fährt nicht schneller als 135. Außerdem zieht der Zoe bei 120 extrem viel Strom. Ich bin gerade an der Ausfahrt Gesmold vorbeigefahren, da zeigt mir der Batteriestand nur noch 86 Kilometer Reichweite an. Dabei sind es von der Redaktion bis zur Ausfahrt nur acht Kilometer. Plötzlich kriecht so ein mulmiges Gefühl in mir hoch: Was ist, wenn der Strom nicht reicht, weil ich 120 fahren will und das Licht und Radio anhabe. Ohne Licht kann ich nicht fahren, ohne Radio schon. Aber das macht sich nicht bemerkbar im Stromverbrauch. Die Geschwindigkeit scheint das Problem zu sein. Also drücke ich den Eco-Knopf. Das Display leuchtet grün und der Wagen drosselt die Geschwindigkeit auf 95. Ich bin genervt. 95! Auf der Autobahn! Ein alter Fiat rast links an mir vorbei. 


Der getestete Renault Zoe ist klein und kompakt und schafft mit der großen Batterie eine Reichweite von 300 Kilometern. Foto: Renault


Erinnerungen werden wach, als wir in den 80ern mit dem alten Bauern-Benz meiner Eltern, einem 200er Diesel, in den Skiurlaub gefahren sind. In den Kasseler Bergen hat uns eine Ente überholt. Peinlich! Damals konnte ich mich auf dem Rücksitz ducken. Das geht jetzt nicht. Also zwinge ich mich zur Gelassenheit. Sollen die anderen doch rasen. Ich habe Zeit. 

Bei Nahne habe ich noch eine Reichweite von 70 Kilometern. Ich erlaube mir, die Ökofahrweise aufzugeben und zehn km/h schneller zu fahren. Das Tempolimit lässt nicht mehr zu. Bei Hasbergen sind es noch 60 Kilometer. Erst als ich von der Autobahn herunterfahre, stagniert mein Stromverbrauch fast. Denn auf den Landstraßen ist überwiegend Tempo 70 erlaubt. Und das ist ein Bereich, in dem man mit einem Elektroauto sehr sparsam unterwegs ist. 

Ich bin schon fast in Mettingen, da muss ich auf der Landstraße mal die Bremsen testen. Ein Reh huscht über die Fahrbahn. Ich mache ein Vollbremsung. Zum ersten Mal in meinem Leben! Immerhin, die Bremsen funktionieren super. Das Reh habe ich glücklicherweise nicht erwischt. Ich steige aus und begutachte die vordere Stoßstange und Motorhaube. Es ist nichts zu sehen. Vom Reh auch keine Spur. Eine Frau hält an und fragt, ob alles in Ordnung ist. Der Mann steigt aus und leuchtet mit einer Taschenlampe auf den Zoe. Auch er sieht nichts. Ich steige ein und fahre nach Hause. Für heute reicht's! 


Am Ende jeder Fahrt zeigt der Zoe auf dem großen Display über der Mittelkonsole einen Fahrbericht an. Foto: Kirsten Muck


Tag 8

Am Montag tausche ich den Zoe gegen meinen Polo. Zufrieden fahre ich mit meinem Flitzer in Richtung Redaktion. Das eigene Auto ist doch das schönste. Auf der Autobahn gen Melle kann ich wieder 150 fahren. Der Polo ist dann allerdings ziemlich laut. Und das ist etwas, das ich in dieser Testwoche nicht vermisst habe, das Motorengeräusch. Auch auf die rot leuchtende Tankanzeige konnte ich gut verzichten. Nur die Gummibärchen im Handschuhfach, die habe ich wirklich vermisst.

Mein Fazit: Elektroautos sind durchaus eine Alternative zu Benzinern oder Diesel-Fahrzeugen. Auch für Pendler. Denn wer viel fährt, verbraucht auch viel Sprit. Solange der Fahrer am Abend das Auto zum Aufladen anschließen kann, steht der Elektromobilität nichts im Weg. Der Anschaffungspreis schreckt im Moment noch ab. Deshalb müsste ein solches Auto auch über mehrere Jahre gefahren werden, damit sich die Kosten amortisieren. Wer in nächster Zeit eh ein neues Auto anschaffen muss, sollte ruhig mal einen Blick auf die verschiedenen E-Modelle werfen, die am Markt sind. 

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