Viel Beifall für Jawalq Meller „Spaziergang durch die Welt des Jazz“

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Die Musiker des Quintetts Jaywalq nahmen mit ihrem Auftritt das Publikum mit auf einen Spaziergang durch die Welt des Jazz: Gerhard Bohrenkämper, Claus Leffler, Stefan Trippe, Stefan Bonhaus und Holger Lumme (von links). Foto: Catharina KellermannDie Musiker des Quintetts Jaywalq nahmen mit ihrem Auftritt das Publikum mit auf einen Spaziergang durch die Welt des Jazz: Gerhard Bohrenkämper, Claus Leffler, Stefan Trippe, Stefan Bonhaus und Holger Lumme (von links). Foto: Catharina Kellermann

ckel Melle. Am Samstag fand als eine der Anfangsveranstaltungen des Meller Kulturherbstes das Konzert des Quintetts Jaywalq in der Insel der Künste in Melle statt. Vor einem begeisterten Publikum boten die Musiker einen „Spaziergang durch die Welt des Jazz“.

Bevor der Auftritt beginnen konnte, mussten aufgrund des großen Andrangs noch einige Sitzgelegenheiten zur Verfügung gestellt werden.

Orientalische Klänge

Die musikalische Einstimmung gaben die beiden Gastgeber Hildrun Balz am Klavier und Dieter Osuch an der Trommel. Nach der eröffnenden Improvisationsmusik begrüßten die beiden das Publikum und die Musiker. Diese stellten mit ihren fünf Mitgliedern die bislang größte Gruppe, die bei ihnen aufgetreten sei, erklärte Hildrun Balz.

Das Quintett setzt sich zusammen aus Stefan Bonhaus (Saxofon), Gerhard Bohrenkämper (E-Gitarre), Holger Lumme (Keyboard/Klavier), Claus Leffler (Kontrabass und E-Bass) und Stefan Trippe (Schlagzeug). Jaywalq startete nach einer kurzen Begrüßung direkt mit dem Jazzklassiker „Equinox“ von John Coltrane. Die Musiker aus Riemsloh, Wellingholzhausen und Bad Essen präsentierten jedoch nicht nur Jazz und Blues, sondern überzeugten auch mit südamerikanischen und orientalischen Klängen und Rhythmen.

Neben verschiedenen bekannten Stücken aus Jazz, Blues und Swing spielte Jaywalq auch Eigenkompositionen, die sich harmonisch in die musikalische Auswahl einfügten. Immer wieder erhielten die Musiker Zwischenapplaus für gelungene und beeindruckende Soli und auch zum Ende eines jeden Stückes klatschten die Zuhörer begeistert. Die gespielten Werke variierten in der Geschwindigkeit, sowohl mitreißende Rhythmen als auch ruhige Lieder gehörten zum Repertoire. Außerdem wechselten die Musiker zwischen reinen Instrumentalstücken und Gesang.

Großen Applaus gab es auch für die instrumentale Eigenkomposition „Stolen from Brazil“. Bei verschiedenen Stücken wechselte Stefan Bonhaus auf das Sopransaxofon und Holger Lumme auf das Klavier. Nach den ersten zehn Stücken gab es eine Pause, in der sich alle mit kleinen Snacks stärken konnten.

„I feel good“

Nach der Pause ging es mit einem Duett weiter. In einer überzeugenden eigenen Version präsentierten Gerhard Bohrenkämper und Stefan Bonhaus „Roxanne“ von The Police. Zu den meisten Stücken nannte Gerhard Bohrenkämper nicht nur Titel und Komponist, sondern auch noch einige einführende Worte. So erzählte er die legendäre Entstehungsgeschichte von Duke Ellingtons „In A Sentimental Mood“, das dieser spontan in einer Bar gespielt habe, um einen Streit zwischen zwei Gästen zu schlichten.

Die Musiker machten auch den ein oder anderen Spaß miteinander und dem Publikum. Das Stück „Stolen moments“ von Oliver Nelson wurde als alte Jazzperle vorgestellt. Dieses nahm Stefan Trippe zum Anlass, den Saxofonisten lachend darauf hinzuweisen, dass dieser ebenfalls Jazzperlen auf der Stirn habe. Jaywalq beendete den Auftritt mit dem Klassiker „Imagination“ und einem begeisterten Schlussapplaus des Publikums. Die Musiker gaben noch zwei Zugaben und endeten mit dem passenden Lied als Fazit für den Abend: „I feel good“.


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