„Kichka“ läuft beim Filmfestival Produzent aus Melle-Buer nach Montreal eingeladen

Meine Nachrichten

Um das Thema Melle Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

In Montreal: Delfina Jałowik Jürgen Kaumkötter. 

            

              
                Foto: Zentrum für verfolgte KünsteIn Montreal: Delfina Jałowik Jürgen Kaumkötter. Foto: Zentrum für verfolgte Künste

Buer/Montreal/Paris. Der in Buer lebende Produzent und Drehbuchautor Jürgen Kaumkötter und die Krakauer Regisseurin Delfina Jałowik sind mit ihrem Film „Kichka. Life is a Cartoon“in den Dokumentarfilm-Wettbewerb des 42. World Film Festivals im kanadischen Montreal eingeladen worden.

Am 13. Juli wurde in der voll besetzten Kulturwerkstatt in Melle-Buer der vom Zentrum für verfolgte Künste Solingen und Mocak Museum für Gegenwartskunst Krakau produzierte Film in einer regionalen Premiere präsentiert.

Der Film zeigt eine Vater-Sohn-Beziehung, die bestimmt und überschattet ist vom Holocaust-Trauma des 92-Jährigen in Belgien lebenden Henri. Der nach Israel ausgewanderte Sohn Michel ist Karikaturist von Weltruf, seine Zeichnungen sind schließlich das Medium, mit dem beide die über Jahrzehnte das Familienleben bestimmende Sprachlosigkeit überwinden.

Michel Kichkas Zeichnungen zur Grafik Novel „Zweite Generation“ haben beide Museen in Ausstellungen wie 2015 im Deutschen Bundestag in Berlin präsentiert.

Das einzige A-Filmfestival Nordamerikas

Das Montreal Festival gehört zu den 15 wichtigsten internationalen Filmfestivals und ist das einzige A-Filmfestival Nordamerikas (A-Filmfestival= Festivals mit internationalem Wettbewerb). Es lief vom 23. August bis zum 3. September.

„Im Montrealer Wettbewerb zeigen erstmals zwei Museen einen Dokumentarfilm auf einem internationalen Filmfestival: Diese Gemeinschaftsproduktion ist ein Novum, mit dem wir als Museen unsere Ausdrucksformen erweitern“, so Jürgen Kaumkötter. Die Nominierung sei „Ehre und Auszeichnung zugleich – für die Arbeit beider Museen und für den Mut, Neuland zu betreten.“

Die Reise des Films geht weiter. Am Donnerstag, 6. September, eröffnet das Memorial de la Shoa in Paris mit dem Film sein Herbstprogramm. „Es freut uns sehr, dass als Ehrengäste zur französischen Premiere die Beteiligten des Films Michel und Irène Kichka, Beate und Serge Klarsfeld kommen werden“, betont Regisseurin Delfina Jałowik. pm/hen


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN