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Wander- und Lauf-Aktion in Melle Tag der guten Tat: Idee kommt in anderen Städten an

Von Norbert Wiegand und Michael Hengehold

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Melle. Die Lauf- und Wander-Aktion zum „Tag der guten Tat“ fand eine unerwartet große Resonanz. 40 Teilnehmer trafen sich am Samstagnachmittag am Rande des Meller Berges. Unterdessen erreicht die Gute-Tat-Idee andere Städte.

„Im Wald bekommen wir vielleicht die ganzen negativen Nachrichten aus unseren Köpfen, wir wollen heute etwas Positives bewirken“, begrüßte Eike Stolzenburg vom Organisationsteam voller Freude die vielen Wanderer, Walker und Läufer vor seinem Haus am Waldrand. Christian Schedding, Verwaltungsdirektor des Christlichen Klinikums, beglückwünschte alle Teilnehmer zu ihrer Entscheidung, an dieser speziellen Walk- und Laufaktion teilzunehmen: „Denn der Erlös kommt bereits zum dritten Mal der Palliativ-Abteilung des Meller Krankenhauses zugute.“

Keine Zeitmessung

Im Start- und Zielbereich stellte Eike Stolzenburg Plätzchen und Getränke für einen gemütlichen Ausklang bereit. Außerdem stand dort eine Spendendose für freiwillige Beiträge zur Unterstützung der Palliativarbeit. Die Box wurde großzügig „gefüttert“, am Ende zählten die Organisatoren 450 Euro.

Davor konnten alle Teilnehmer bei idealem Wetter und Temperaturen um 20 Grad Celsius die Landschaft rund um die Ottoshöhe und Friedenshöhe genießen. Für die sportlich aktiven Läufer gab es eine zehn Kilometer lange, anspruchsvolle Strecke, auf der manche ihre letzten Trainingseinheiten für den Meller Stadtlauf absolvierten. Etwas kürzer war die Walkingstrecke, die aber auch mit einigen Höhenmetern gespickt war.

Es gab aber keine Zeitmessungen, Spaß und gemütliches Laufen sollten eindeutig im Vordergrund stehen. Erstmals wurde bei der sechsten Laufaktion zum Tag der guten Tat eine Wanderstrecke angeboten. Bei dieser Premiere stellten die Wanderer mit 20 Teilnehmern (einschließlich Hund) gleich die größte Gruppe. „Das war eine tolle Idee, die Veranstaltung um eine Wandergruppe zu erweitern“, zog ein hoch zufriedener Eike Stolzenburg ein rundum positives Fazit. Im nächsten Jahr könne die 50-Teilnehmer-Marke angepeilt werden.

Erstmals Magdeburg

Die Laufveranstaltung war eine der geplanten 13 Veranstaltungen der Aktionswoche rund um den Tag der guten Tat am 8. September.

Die zieht inzwischen ihre Kreise. Lehrerinnen dreier Schulen in Osnabrück überlegen, ob sie in diesem Jahr noch kurzfristig Schüler und Kollegen motivieren, Gutes zu tun: „Im nächsten Jahr sind sie auf jeden Fall dabei“, freut sich Initiator George Trenkler.

In Magdeburg beteiligt sich die Stadtbibliothek in Kooperation mit einer Eltern-AG mit einer Mitmachaktion nebst Bilderbuchkino. Zum Schluss bekommen die kleinen Teilnehmer die Lesestart-Tasche „Der kleine Traktor“ geschenkt.

Wie ist die Idee in die Landeshauptstadt Sachen-Anhalts gelangt? „Keine Ahnung“, lacht George Trenkler, der von 13 geplanten Aktionen in Melle weiß.

In Gesmold will sich zum Beispiel eine Straßengemeinschaft beteiligen. Wem sie etwas Gutes tun will, darf noch nicht verraten werden – das oll eine Überraschung sein. Und in Riemsloh werden Kuchen gebacken. Trenkler: „So stößt einer den anderen an. Besonders toll finde ich, dass nicht nur Einzelpersonen etwas tun, sondern sich in Gesmold eine Gemeinschaft engagiert.“

Die Gute-Tat-Scouts der IGS werden wie berichtet in der Schule Lose verkaufen und am 8. September ein Glücksrad auf dem Markt aufstellen. Der Erlös geht an das Kinderhospiz Löwenherz.

Der Bericht über den Erste-Hilfe-Kurs in der Waldorfschule ist am Dienstag, 4. September (18 bis 19 Uhr) auf osradio104,8 (Lifestream auf osradio.de) zu hören.

Der Kurs zeitigt bereits Folgen. „Der soll in der Schule nun jedes Jahr stattfinden“, berichtet Trenkler.


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