Erfolgreiche Brunnenbohrung Brunnen an der Diedrichsburg in Melle liefert wieder Wasser

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Freuen sich über den gelungenen Abschluss der Brunnenbohrung: Hermann Kuipers, Gerhard Regel, Siegfried Werges, Stefan Muhle und Andreas Leder (von links) vom Verschönerungs- und Verkehrsverein sind glücklich, dass der Brunnen wieder Wasser liefert. Foto: Simone GraweFreuen sich über den gelungenen Abschluss der Brunnenbohrung: Hermann Kuipers, Gerhard Regel, Siegfried Werges, Stefan Muhle und Andreas Leder (von links) vom Verschönerungs- und Verkehrsverein sind glücklich, dass der Brunnen wieder Wasser liefert. Foto: Simone Grawe

Melle. Riesen Erleichterung im Verschönerungs- und Verkehrsverein (VVV): Der Brunnen an der Diedrichsburg liefert wieder Wasser, und zwar in ausreichender Menge und von guter Qualität.

Es ist ein großes Projekt, das den Verein mehrere Monate in Atem gehalten hatte und das nun zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden konnte: Nachdem die im Jahr 1840 errichtete Brunnenanlage vor zwei Jahren trockengefallen war, liefert sie jetzt wieder das für den Betrieb der Diedrichsburg lebensnotwendige frische Nass.

Oberirdisch ist nur wenig zu erkennen. Die mehrmonatige Arbeit ist vielmehr unter dem Erdboden versteckt: „Es ist eine sehr aufwendige Aktion gewesen, die unseren Verein viel Mühe und Geld gekostet hat“, berichtet Andreas Leder im Beisein seiner Vorstandskollegen.

Seit 2016 kein Wasser

Der historische Brunnen mit einer Tiefe von 37 Metern lieferte seit 2016 kein Wasser mehr. Die Burg-Gastronomie ließ sich seither nicht mehr versorgen. Ehrenamtliche Helfer des VVV haben daraufhin im vergangenen Jahr in mühsamer Arbeit per Tankwagen Wasser zur Burg transportiert und dafür gesorgt, dass die Gaststätte über genügend Wasser verfügte. Doch das konnte keine Dauerlösung sein.

Wasserleitung zu teuer

Eine eigene Wasserleitung zu bauen war zu teuer, und so kamen die Brunnenbauer zum Zuge. Sie begannen im März mit der Bohrung, ehe sie schließlich in einer Tiefe von 97 Metern auf den lang ersehnten Erfolg stießen.

Jeder Meter Bohrung wurde mit einer Probe dokumentiert. Bodenbeschaffenheit und Gesteinsarten wurden aufgelistet und das Ergebnis dem Bergbauamt übermittelt.

„So wie es aussieht, liefert der Brunnen genügend Wasser und in guter Qualität“, resümiert Hermann Kuipers. Das bestätigt auch der Betreiber des Restaurants Maximilians, Sammy Akram: „Wir haben wieder Wasser, Gott sei Dank.“

Gemeinschaftswerk

Viele Hundert Stunden Arbeit stecken in dem Projekt, das am Ende wohl etwa 45000 Euro kosten wird: „Die Finanzierung ist gesichert“, freut sich VVV-Vorsitzender Stefan Muhle im Hinblick auf das Zusammenwirken von Verschönerungs- und Verkehrsverein, der Stadt und des Unterhaltungsverbandes.

Nicht nur die Gastronomie, sondern auch die öffentlich zugänglichen Toilettenanlagen sind von dem Hausbrunnen abhängig: „Wir fühlen uns verantwortlich für die Wasserversorgung“, unterstreicht Stefan Muhle. Sein Dank gilt den ehrenamtlichen Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz.

Der ist mit dem Abschluss des Brunnenvorhabens noch lange nicht beendet, denn schon warten die nächsten Projekte auf den Verein. So sollen Ende September die Fenster gestrichen und in naher Zukunft der Spielplatz aufgepeppt werden.


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