Beste Bedingungen an Rottwiese Doppel aus Radrennen und Kartslalom kommt gut an

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Melle. Top besetzte Starterfelder, beste Bedingungen und eine gute Resonanz: Radrennorganisator Helmut Philipp zeigte sich hochzufrieden mit dem Verlauf des zweiten Kriteriums an der Rottwiese in Melle.

„Besser hätte es nicht laufen können“, bilanzierte der Vorsitzende der ausrichtenden Radrenn-Gemeinschaft (RRG) Osnabrück. Das sonnige Wetter sorgte am Sonntag für einen trockenen Asphalt, sodass die rund 100 Starter aus ganz Deutschland in fünf Startklassen auf der 1250-Meter-Hochgeschwindigkeitsrunde richtig in die Pedale treten konnten. „Wenn das Wetter gut ist, ist alles gut“, formulierte Philipp die einfache Formel für erfolgreichen Radsport. Stürze blieben beim Großen Preis der Zentrale Autoglas aus, nur ein Fahrer hatte Pech mit einer abgesprungenen Kette.

Viele aktuelle und ehemalige deutsche Meister waren am Start. Der Sieg in der Amateurklasse war heiß umkämpft. Am Ende konnte sich Roman Kuntschik (Melsungen) nach Punkten knapp vor Björn Ernst (Hildesheim) und Jan Henrik Otto (Münster) durchsetzen.

Bei den Senioren 2 sammelte Lars Geisler, Masters-WM-Teilnehmer vom Osnabrücker SC, die meisten Punkte. „Die größte Leistung hat für mich RRG-Fahrer Christian Schürmann erbracht, da er sich nach seinem Beinbruch und viermonatiger Pause nun mit jeder Menge Metall im Oberschenkel überhaupt an den Start gestellt hat und erstmals wieder ein Rennen gefahren ist. Er wollte als Vorjahressieger unbedingt in Melle dabei sein“, sagte der RRG-Vorsitzende.

Bei den Senioren 3 fuhr RRG-Starter Dirk Schulte laut Philipp das Rennen seines Lebens. Er parierte mit Markus Nieländer (Gütersloh) einen Ausreißversuch. Das Duo holte Viktor Slavik (Kassel) ein, musste ihn zwar wieder ziehen lassen, doch konnte es dank wechselnder Führungsarbeit das Verfolgerfeld auf Abstand halten. So wurde Schulte am Ende Dritter hinter Sieger Slavik und Nieländer. „Das war ein super Rennen. Dirk Schulte ist erstmals bei einem bundesoffenen Rennen aufdem Treppchen gelandet.“

Die Seniorenklasse 4 dominierte erneut Titelverteidiger Uwe Hecht aus Leipzig, Dritter der nationalen Meisterschaften auf der Straße. Hinter Hans-Peter Grünig aus Wernigerode ergatterte Anna Otte aus Gütersloh den dritten Rang. Bester Teilnehmer der Region wurde Klaus Neuhaus (RRG) als Achter. Das Juniorenrennen war mit dem Dritten der deutschen Meisterschaften und dem DM-Zehnten im Zeitfahren ebenfalls mit Topfahrern besetzt. Es gewann Aaron Schulze aus Hannover.

Netemeyers gewinnen

Während die Lizenzradfahrer am Sonntag auf dem Rundkurs an der Rottwiese um die höchste Punktzahl sprinteten, jagten parallel Kart-Piloten auf dem Gelände des dort ansässigen Unternehmens „Zentrale Autoglas“ durch einen Pylonenparcours. Der AC Melle richtete dort Läufe der ADAC Weser-Ems-Meisterschaft im Jugend-Kartslalom aus. 80 Teilnehmer aus ganz Norddeutschland waren dabei.

„Auch durch die Kartfahrer herrschte reges Treiben an der Rottwiese. Das Zusammengehen beider Veranstaltungen war gut“, resümierte Philipp, der sich die Doppelveranstaltung auch für 2019 vorstellen kann.

Thomas Friedering vom AC Melle stimmte mit ein: „Das hat sich gut ergänzt. Einige Kartfahrer haben während ihrer Wartezeiten beim Radrennen zugeguckt.“ Der weitläufige Parcours sei bei den Kartfahrern sehr gut angekommen. Zwei junge Piloten nutzten ihren Heimvorteil: Fabian und Marie Netemeyer vom AC Melle gewannen ihre Klassen.


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