„Fehlbesetzungen vermeiden“ Berufsakademie Melle verabschiedet 14 Absolventen

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Melle Die Berufsakademie (BA) Melle hat in einer Feierstunde 14 Absolventen des Studiengangs Holz- und Möbeltechnik verabschiedet.

Dazu hatten die sich nebst Angehörigen sowie Vertretern der Wirtschaft, der BA und aus Politik und Verwaltung im Solarlux Campus eingefunden, wo sie von BA-Leiter Joachim Martin begrüßt wurden, der launig durch die Veranstaltung führte.

„Nee, bin noch in der Uni“

Unter anderem erklärte Martin, was genau eigentlich die Berufsakademie ist, eine Hochschule nämlich, an der man einen Bachelor-Abschluss erreichen kann (was elf Absolventen im Studiengang Holz- und Möbeltechniktaten). Aber wenn Studenten auf dem Flur telefonierten und er Sätze höre wie „Nee, bin noch in der Uni“, sei das auch völlig in Ordnung, sagte Martin, der sodann das Wort an Michael Böhne als Vertreter des Hauses Solarlux und sodann den Bundestagsabgeordneten Rainer Spiering übergab. Der lobte das duale Studium (BA und Betrieb): „Wer diesen Weg gegangen ist: schön, dass Sie es getan haben. Schade für die anderen, die es nicht getan haben.“

Verwirrende Vielfalt

Die BA hat diverse Abschlüsse zu vergeben, was nicht immer ganz leicht zu überschauen ist, wie anschließend Bürgermeister Reinhard Scholz freimütig einräumte: „Immer wenn ich dachte, jetzt habe ich alle Abschlüsse drauf, verwirrt Herr Martin mich wieder mit der Vielfalt der Angebote der Berufsakademie.“ Er wünschte den Abgängern „eine granatenstarke Party“.

„Wer nicht weiß, was er will, muss nehmen, was er bekommt“

„Wer nicht weiß, was er will, muss nehmen, was er bekommt“, richtete Kreisrat Matthias Selle, zugleich stellvertretender Vorsitzender des BA-Trägervereins, das Wort an die Abgänger: „Sie wussten genau, was Sie wollen und haben drei Jahre hart dafür gearbeitet.“ Selle warb dafür, dass die gut ausgebildeten Studenten „Ihre Zukunft hier im Landkreis Osnabrück verbringen“.

Das Schlusswort blieb Claus-Dieter Brinkmann überlassen: „Was Ihr Studium ganz besonders auszeichnet, ist der hohe Praxisanteil“, betonte der Vorsitzende des Vereins und verwies auf sechs Praxis- und Projektarbeiten, von denen „mindestens die letzten drei schon annähernd auf Bachelor-Niveau“ umgesetzt worden seien.

Lange Praxisphasen

Die langen Praxisphasen zahlten sich für beide Seiten aus, resümierte Brinkmann. Das Unternehmen vermeide kostspielige Fehlbesetzungen, die Studenten können ihre Karrierechancen im Betrieb abchecken. Zwar sei deren Betreuung mit „Aufwand, Zeit und Nerven“ verbunden, im Gegenzug könnten Unternehmen aber „fachlich und persönlich passgenau“ im Hinblick auf die zu besetzende Stelle ausbilden. Große Vorteile des BA-Studiums, die häufig unterbewertet blieben.

„Den Charakter eines Menschen erkennt man, wenn er Vorgesetzter geworden ist“

Brinkmann schloss mit einem Bonmot: „Den Charakter eines Menschen erkennt man, wenn er Vorgesetzter geworden ist“, zitierte der Redner Erich Maria Remarque. Und ergänzte: „Ihren Charakter kennen Ihre Praxispartner jetzt schon.“

Absolventen: AlexanderBense (Häcker Küchen, Rödinghausen), MatthiasDriever (Stöckel, Bippen-Vechtel), Timo Lassek (Tischlerei Karsten Lassek, Dortmund), Richard Malcharek (Berner Ladenbau, Osnabrück), Robin Mehrtens(Ordemann Tischlerei, Beverstedt), René Moning (Nobilia-Werke, Verl), JanekMußmann(Schohsmeier & Sohn , Bünde), JaschaNiermann(Oeseder Möbelindustrie, Georgsmarienhütte), Henrik Ostlinning (Tischlerei Ostlinning, Sassenberg), Gerrit Pohlmann (Möbelfabrik Peters, Schlangen), Robert Redeker (LMC Caravan, Sassenberg), Anna Rehage (Nobilia-Werke, Verl), Tanja Reuter(Rational Einbauküchen, Melle), Emanuel Wawerka (Nolte Küchen, Löhne)


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