Ab Ende Oktober Veranstaltungen Alte Sägemühle in Melle-Oldendorf wird jetzt saniert

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Der Mitarbeiter des Zimmerei-Unternehmens, nachdem er Teile des Dachstuhls (links im Bild) der Alten Sägemühle in Melle-Oldendorf vom Ruß befreit hat. Foto: Michael HengeholdDer Mitarbeiter des Zimmerei-Unternehmens, nachdem er Teile des Dachstuhls (links im Bild) der Alten Sägemühle in Melle-Oldendorf vom Ruß befreit hat. Foto: Michael Hengehold

Oldendorf. Die Sanierung der Alten Sägemühle in Oldendorf hat endlich begonnen- gut ein Jahr nach dem Brand. Die ersten beiden Veranstaltungen sind schon terminiert.

Ein Rödinghausener Zimmerei-Unternehmen ist derzeit in der Alten Sägemühle tätig, um den Veranstaltungsort wieder so herzustellen, wie er sich vor dem Brand präsentierte. Am 18. Juli 2017 war dort ein Feuer ausgebrochen, nachdem Grillkohle in einem Plastikmülleimer entsorgt worden war, die noch nicht völlig ausgekühlt war. Das Feuer richtete vor allem am Dachstuhl Schäden an sowie an den elektrischen Leitungen.

Unter der Federführung des städtischen Gebäudemanagements soll die beschädigte Dachhaut nun erneuert werden, berichtet auf Anfrage unserer Redaktion Mediensprecher Jürgen Krämer. Außerdem muss der Dachstuhl, der weitflächig schwarz gefärbt ist, gereinigt werden, womit das Rödinghausener Unternehmen aktuell befasst ist. Dazu werden die Balken mit einem Winkelschleifer („Flex“) mit Drahtbürstenaufsatz gereinigt – ein Drecksjob im wahrsten Sinne des Wortes. Der Mitarbeiter des Unternehmens, der diese Arbeit ausführt, kam am Freitag von oben bis unten schwarz aus dem Gebäude.

Derweil werde „seitens des Gebäudemanagements überlegt, in welcher Weise in einem weiteren Schritt die erforderliche Sanierung der elektrischen Anlagen erfolgen kann“, so Krämer.

Mühle wintertauglich machen

Für das Dorf ist die Alte Sägemühle ein eminent wichtiger Veranstaltungsort. Es gebe „viele Anfragen“, wann denn die Arbeiten begännen und ab wann die Räume für Veranstaltungen wieder zur Verfügung stehen, berichtet Ortsbürgermeisterin Karin Kattner-Tschorn: „Wir haben da ständig Anfragen im Ortsrat und es ist ja auch gut, dass sich die Leute so interessieren.“

Sie verweist darauf, dass der Ortsrat einen weiteren Ile-Antrag zur grundlegenden Sanierung der Sägemühle befürwortet hat. Dahinter verbirgt sich das „Integrierte ländliche Entwicklungskonzept“ (früher: Ilek), kurz gesagt ein Fördertopf. Mit Ile-Mitteln soll die alte Mühle wintertauglich gestaltet werden: Heizung einbauen, neue Dämmung, aber auch Brandschutz und Fluchtwege stehen in dem Antrag. Nach dem lokalen Votum pro Ile werde nun die Stadt einen neuen Antrag stellen, nachdem der Vorgänger abgelehnt worden war, kündigt Kattner-Tschorn an.

Das klingt beim Stadtsprecher allerdings noch etwas zurückhaltender: Es werde „in Erwägung gezogen, über Ile Fördermittel zu generieren, um die ehemalige Sägemühle mit weiteren Sanierungsmaßnahmen fit für die Zukunft zu machen.“

In der näheren Zukunft jedenfalls sind dort bereits zwei Veranstaltungen vorgesehen. So wird der RGZV Westerhausen am 27. und 28. Oktober zu seiner Lokalschau einladen und der Förderverein des Freibads wird wieder seine Weihnachtszusammenkunft organisieren, kündigt die Ortsbürgermeisterin an. Überschaubar, wenn man bedenkt, dass es „viele Anfragen“ gibt. „Das muss ja auch erst mal wieder bekannt werden und wird sich dann schon einspielen“, ist Kattner-Tschorn zuversichtlich.


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