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24.08.2018, 17:30 Uhr KOMMENTAR

Kunden müssen Umdenken bei Plastikmüll in Melle einfordern

Kommentar von Kirsten Muck

Der Verpackungsmüll in Deutschland nimmt gigantische Ausmaße an. Foto: Sina Schuldt/dpaDer Verpackungsmüll in Deutschland nimmt gigantische Ausmaße an. Foto: Sina Schuldt/dpa

Melle. Wer den Verpackungsmüll reduzieren möchte, stößt schnell an Grenzen. Das zeigt das Beispiel in den Fleischereien. Viele Grenzen setzt sich der Verbraucher nicht selbst. Sie werden ihm von der Lebensmittelindustrie auferlegt. Und diese Industrie argumentiert mit Vorschriften und Gesetzen zur Hygiene. Doch es gibt kleine Hintertürchen, die die Kunden nutzen können, um der Plastikflut Einhalt zu gewähren. Die Kunden müssen ein Umdenken hinter dem Tresen vehementer einfordern.

Immerhin denken nicht nur die örtlichen Fleischer über Wege nach, den Plastikmüll einzudämmen. Auch große Ketten testen, ob an der Fleischtheke weniger Plastik verbraucht werden kann. Das ist löblich, aber natürlich noch nicht ausreichend. Kunden müssen also selbst ihren Umgang mit Verpackungsmüll überdenken und immer wieder kritisch hinterfragen, ob die Plastiktüte oder die extra Folie zwischen den Wurstscheiben nötig ist.

Ein Anfang wäre es schon mal, mit dem Einkaufskorb oder -beutel anstatt der Plastiktüte seine Besorgungen zu erledigen. Dann wären da noch die in Plastik geschweißten Gurken, in Folie gewickelten Bananen und die Plastikschachteln mit Tomaten oder anderem Gemüse. Diesem täglichen Wahnsinn im Supermarkt aus dem Weg zu gehen, ist für Verbraucher schwierig. Es sei denn, sie kaufen frisch auf dem Markt. In kleinen Schritten können Kunden also Verpackungsmüll vermeiden. Sie müssen es nur tun. Und nebenbei noch so viel Druck auf die Politik und den Lebensmittelhandel ausüben, dass von diesen beiden Seiten ebenfalls Ideen zur Reduzierung von Plastikmüll umgesetzt werden.


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