Wer kocht denn da? La Grotta in Melle: Die mediterrane Küche des Mário Geadas da Luz

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Küchenchef und Inhaber Mário Geadas da Luz steht in der Küche im La Grotta in Melle. Foto: Karsten GrosserKüchenchef und Inhaber Mário Geadas da Luz steht in der Küche im La Grotta in Melle. Foto: Karsten Grosser

Melle. Wer kocht denn da? In dieser Serie stellen wir Küchenchefs aus der Meller Gastronomie vor. Zum Start: Mário Geadas da Luz vom La Grotta in Melle-Mitte. Der 38-Jährige verrät, worauf er bei seien mediterranen Gerichten Wert legt und warum er schon als Kind in die Küche des La Grotta kam.

Seit rund sieben Jahren ist Mário Geadas da Luz der Küchenchef im La Grotta in der Mühlenstraße, seit zwei Jahren führt er das Restaurant zudem als Inhaber. Eine "ehrliche Küche" nennt der 38-Jährige das Angebot, das er seinen Gästen serviert. Frische Produkte unkompliziert zubereitet. Pizza Salami mit einer original italienischen Salami, eine Meeresfrüchtemischung nach eigener Rezeptur, täglich frisch hergestellte Pasta. Zudem setzt er Akzente bei Fisch und Fleisch.

Iberico-Schwein und Tintenfisch

"Das Fleisch vom Iberico-Schwein ist für mich das beste", sagte Geadas da Luz. Er bietet es gegrillt an – mit Rosmarinkartoffeln. Fischliebhabern empfiehlt er Pulpo – Tentakel vom Tintenfisch. Diese werden erst langsam gekocht, dann gegrillt. Ein Gericht, das zu seinen Favoriten zählt. Frischer Fisch sei für ihn aber generell ein großes Thema. Zu seinen Lieferanten zähle unter anderem ein Unternehmen aus Essen, das auch Sterne-Restaurants versorge.

Mário Geadas da Luz schneidet Tintenfisch in seiner Küche im La Grotta. Foto: Karsten Grosser

Die Liebe zum Fisch wurde dem in Borgholzhausen aufgewachsenen Portugiesen quasi von klein auf mitgegeben. Sein Vater betrieb einen Fischhandel für Gastronomen. Als Kind begleitete Geadas da Luz seinen Vater bei Auslieferungen. Die Fahrten führten ihn damals schon in die Küche des La Grotta. Gleichwohl begann die Kochkarriere andernorts.

Seine Ausbildung startete er in Versmold in der Alten Schenke. Erst beim Gourmet-Service, einem Caterer der gehobenen Klasse, dann im Restaurant. Sein Weg führte ihn dann zum Rossini in Halle und danach zum Hotel Klosterpforte in Marienfeld nahe Gütersloh. Dort habe er zunächst als Souschef, also als stellvertretender Chefkoch gearbeitet, dann als Küchenchef im zugehörigen Restaurant Alte Abtei. Von dort kam er 2011 nach Melle.

Die Grundzutaten der mediterranen Küche

"Mich hat die italienische Küche gereizt", erklärt Geadas da Luz. "Die hat mich als Portugiese schon immer angesprochen." Die Kochausbildung in Deutschland indes basiere vor allem auf der französischen Küche. Im La Grotta sind die Gerichte in erster Linie mediterran. Knoblauch, Olivenöl, frische Kräuter. Das seien die Grundzutaten. Bei den Gästen am beliebtesten ist aber Pizza. "Da haben wir uns kürzlich neu aufgestellt", sagt der Küchenchef. Ein verfeinertes Teigrezept, in der Käsemischung ist nun Büffelmozzarella enthalten, frisches Basilikum rundet die Tomatensauce ab.

Das La Grotta in der Mühlenstraße in Melle-Mitte. Foto: Karsten Grosser

Viele Stammgäste

Bis zu fünf Kräfte arbeiten in der Küche, um die Gäste im rund 100 Plätze umfassenden La Grotta zu verköstigen. Neben Geadas da Luz noch ein zweiter Koch sowie ein Pizzabäcker, eine Küchenhilfe und ein Spüler. "Jeder hat seinen festen Posten", sagt der 38-Jährige, für den der Arbeitstag in der Regel gegen 10 Uhr beginnt. Geräte anwerfen, Waren annehmen und verräumen, Gemüse schneiden, Salat waschen, Pastateig kneten. Mittags kämen dann Kunden vor allem aus der näheren Umgebung, abends sei das Einzugsgebiet größer und reiche bis nach Osnabrück und ins westfälische Umland. "Wir haben viele Stammgäste", sagt der Küchenchef. Einen geregelten Feierabend gibt es nicht. Mal um 23 Uhr, oft aber auch erst nach Mitternacht.

Ein Tipp für Hobbyköche

Stress? Ja, aber einer, der Spaß mache. Alle in der Küche arbeiteten konzentriert. "Am Ende des Tages fühlen wir uns, als hätten wir erfolgreich eine Schlacht geschlagen." Zufrieden ist Geadas da Luz, wenn die Gäste das Essen mit guten Freunden bei einem Glas Wein genießen konnten. Und einen Tipp für die Hobbyköche zu Hause hat er auch: Frisches Basilikum erst kurz vor dem Servieren in die Tomatensauce geben!



Wer kocht denn da?

Mit diesem Beitrag starten wir die Serie "Wer kocht denn da?". Darin stellen wir die Küchenchefs aus der Meller Gastronomie vor. Wir möchten die Personen zeigen, die das Essen zubereiten, im Alltag aber oft unsichtbar für die Gäste bleiben. Möchten Sie wissen, wer verantwortlich für die Speisen in Restaurant, Imbiss oder Mensa ist? Welchen Küchenchef sollen wir mal porträtieren? Schicken Sie uns Ihre Vorschläge per Mail.

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