„Entscheidung fiel nicht leicht“ Keine Kirmes mehr in Melle-Wellingholzhausen

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Die Karussells werden sich künftig in Wellingholzhausen nicht mehr drehen. Archivfoto: StadtDie Karussells werden sich künftig in Wellingholzhausen nicht mehr drehen. Archivfoto: Stadt

cew Wellingholzhausen. Am Dienstag tagte der Ortsrat Wellingholzhausen im Gasthaus Schrage. Das örtliche Gremium hatte sich zu einer wichtigen und mehr als schweren Entscheidung durchgerungen.

„Die Kirmes in Wellingholzhausen wird es künftig nicht mehr geben“, sagte Ortsbürgermeister Bernd Gieshoidt.

Geringe Resonanz

Er berichtete, dass lange am Konzept der Kirmes gefeilt wurde, es habe auch immer mal wieder Neuerungen gegeben (zum Beispiel einen Weinstand in diesem Jahr) aber trotzdem blieben die Besucher aus. „Es waren einfach nicht viele da“, so Gieshoidt, „dabei passte in diesem Jahr sogar das Wetter.“

Der Termin, der meist in den Sommerferien liegt, ist nach Angaben Gieshoidts „mehr als unglücklich“, aber nach Absprache mit den Marktbeschickern, die auch noch andere Märkte auf ihrer Liste haben, nicht einfach so zu verlegen.

Mit der Kirmes im Beutlingsdorf hatte sich der zuständige Arbeitskreis „Markt- und Festwesen“ daher ausgiebig befasst. Ein entsprechendes Protokoll verlas der Sprecher des Arbeitskreises, Christoph Heidenescher (CDU), von der Sitzung des Arbeitskreises, die am 9. August stattfand. „In Absprache mit den Schaustellern haben wir uns dieses Jahr noch einmal richtig ins Zeug gelegt und die Kirmes nochmals gewaltig aufgewertet“, heißt es darin.

Heidenescher verwies auf einen „Bummelpass“ mit Sonderangeboten der Schausteller, eine Happy-Hour am Freitag und Samstag mit reduzierten Getränkepreisen, einen Kinderflohmarkt und eine vorgezogene Eröffnung.

Unzufriedene Schausteller

„Die Resonanz aus der Wellinger Bevölkerung war aber leider wieder einmal sehr enttäuschend“, fasste der Sprecher des Arbeitskreises zusammen. Und: In diesem Jahr sollen sogar die Schausteller unzufrieden gewesen sein. Wie Gieshoidt betont, ist das auch kein Wunder: „Das ist nicht schön, der Umsatz muss schon passen.“

Der Arbeitskreis legte dem Ortsrat daher nahe, die Kirmes in der bekannten Art und Weise nun zu beenden und bereits im nächsten Jahr nicht mehr stattfinden zu lassen.

Über das Ende der Kirmes war sich das örtliche Gremium einig. Auch wenn sie wissen, dass die Entscheidung nicht unbedingt bei allen gut ankommen wird. „Das ist definitiv keine spontane Entscheidung gewesen“, betonte Bernd Gieshoidt, „sie ist über Jahre gereift und wir haben wirklich einiges versucht, um mehr Attraktivität zu bieten.“

Eine Alternative zur Kirmes, die es nun so nicht mehr geben wird, könne eine musikalische Abendveranstaltung sein – möglicherweise im Bürgerpark, der im Fokus eines entsprechenden Ile-Antrages steht und aufgewertet werden soll, wie der Ortsbürgermeister erzählte.

Notizen aus der Versammlung:

Die aktuelle Einwohnerzahl von Wellingholzhausen liegt bei 4878 (Stand: 18. August). Im Vergleich zum Vorjahr sind es rund 50 Einwohner mehr.

In puncto Feuerwehrhaus tut sich etwas: Ein Vorentwurf soll nach Angaben Bernd Gieshoidts politischen Gremien im September vorgestellt werden.

In Absprache mit dem Bürgerbüro hat der HVV Wellingholzhausen 5000 kleine Narzissen und 5000 Elfenkrokusse bestellt. Diese werden am Samstag, 22.09. und Samstag, 29.09. ab 9.00 Uhr gepflanzt. Helfer sind herzlich willkommen.

Der Breitbandausbau läuft, es wird von der Vessendorfer Straße in Richtung Neuenkirchen ausgebaut.

Seit dem 27. Juli 2018 ist die Zweigstelle der Volksbank eG Bad Laer-Hilter-Borgloh-Melle in Wellingholzhausen in eine SB-Filiale umgewandelt worden (wie auch in Gesmold und Neuenkirchen).


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