Die neue Rolle der Väter Vielfältiges Angebot im Familienzentrum am Stadtgraben Melle

Von Marita Kammeier

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Melle. „Papa nimmt sich Zeit für uns“, erklärten die Kinder begeistert beim Vater-Kind-Frühstück, das einmal im Quartal im Evangelischen Familienzentrum am Stadtgraben von 9.30 Uhr bis 12 Uhr stattfindet. Bei gemeinsamen Ausflügen am Wochenende intensive Zeit miteinander verbringen, das macht auch den Vätern großen Spaß.

Auf Einladung des THW (Technisches Hilfswerk) sind 30 Teilnehmer zum Frühstück gekommen, berichtete Carsten Schimmel. Der Sozialpädagoge leitet das von Christian Stöppelmann initiierte Frühstück sowie die Vater-Kind-Wochenenden. Das nächste Vater Kind Frühstück findet am Samstag, 1. Dezember, von 9.30 bis 12 Uhr statt.

Ausflug nach Spiekeroog

„Das ist schon anders, wenn die Mütter nicht dabei sind, denn wir haben einen anderen Blick und sind in vielen Dingen lässiger“, meinte die Väterrunde augenzwinkernd. „Beim Austausch entspannen wir auch und werden wieder zu Spielkindern“, erzählten Christian Niedermeier und Thomas Theis, der seit sieben Jahren begeistert mitmacht. Im Arbeitsalltag sei dafür nicht genügend Zeit.

Erinnerungen an die gemeinsam verbrachten Wochenenden, zum Beispiel nach Spiekeroog, werden wach. THW-Dienststellenleiter Marco Plesner erläutert: „Nach einer Stunde sind wir alle auf einem Stand und haben Riesenspaß.“ Christian Oltmanns ergänzt: „Auch Väter dürfen bei diesen Treffen Unsinn reden. Wichtig ist, dass sich auch kontaktscheue Kinder öffnen.“

„Die Rolle der Väter in Familie und Gesellschaft befindet sich im ständigen Wandel“, . erläutert Kerstin Welkener, Koordinatorin im Evangelischen Familienzentrum am Stadtgraben. Im Bereich der Kinderbetreuung und Erziehung habe das Engagement stark zugenommen. „Sie nehmen Elternzeit, wickeln, füttern, spielen, toben und sind Ansprechpartner für die Kinder.“

Netzwerk mit Kooperationspartnern

Im Familienzentrum unter Leitung von Brigitte Nieder und Trägerschaft der Evangelisch-lutherischen St. Petri-Gemeinde finden Eltern ein Netzwerk mit Kooperationspartnern in unterschiedlichen Bereichen.

Das umfangreiche Kursangebot reicht von Delfi-Kursen für Babys, gemeinsamen Ausflügen für die ganze Familie bis zu Kochangeboten, intensiven Elternkursen, Treffen auf dem Bauernhof und Experimenten mit Wasser.

Multi-kulti geht es einmal monatlich im Sprachcafé zu, was bei elf Nationalitäten in der Kita kein Wunder ist. Hier werden 144 Kinder in sieben Gruppen von 30 pädagogischen Mitarbeiterinnen betreut.

Das Elterncafé ist täglich geöffnet, um Kontakte auszutauschen und über aktuelle Themen zu sprechen. „Hier finden wir Ruhe, atmen mal durch und diskutieren über alles Mögliche“, sagt Jennifer Dove.


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