Bewohner sind zurück gekehrt Bahnhof Bruchmühlen: Desolater Zustand

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Der bauliche Zustand des Bahnhofsgebäudes in Bruchmühlen ist desolat. Der Strom wurde inzwischen abgestellt, ein Notstromaggregat soll die Notversorgung der Bewohner gewährleisten. Foto: Simone GraweDer bauliche Zustand des Bahnhofsgebäudes in Bruchmühlen ist desolat. Der Strom wurde inzwischen abgestellt, ein Notstromaggregat soll die Notversorgung der Bewohner gewährleisten. Foto: Simone Grawe

Melle. „Wir gehen davon aus, dass das Bahnhofsgebäude nicht mehr sanierungsfähig ist“. Diese Aussage machte der Geschäftsführer der Wohnungsbau Grönegau (WBG), Dirk Hensiek, am Freitag auf Nachfrage unserer Redaktion.

Nachdem in der vergangenen Woche der Strom in dem gesamten Gebäude abgestellt worden war, haben am Montag Mitarbeiter des Bauamtes das Bahnhofsgebäude in Bruchmühlen aufgesucht und sich ein Bild vom baulichen Zustand gemacht, berichtete der Geschäftsführer der stadteigenen Wohnungsbaugesellschaft, die seit Juli Besitzer des Bahnhofsareals ist.

Laut Dirk Hensiek musste der Strom am Freitag vergangener Woche abgestellt werden, nachdem in den Wohnungen eklatante Mängel festgestellt worden waren: „Es besteht Gefahr für Leib und Leben“, hatte sich der Geschäftsführer seinerzeit zum desolaten Zustand geäußert, woraufhin den Bewohnern angeboten wurde, vorübergehend in einer Pension unterzukommen.

Davon habe einer der beiden Parteien Gebrauch gemacht. Inzwischen seien die Bewohner aber wieder in den Bahnhof zurückgekehrt. Dies könne angesichts der baulichen Situation aber nicht von Dauer sein, erläuterte Dirk Hensiek, denn nach seiner Aussage bestehe weiterhin Lebensgefahr, sollte der Strom angestellt werden. Aktuell soll nun erst einmal mit einem Notstromaggregat eine Notversorgung sichergestellt werden: „Das ist aber keine Lösung auf Dauer“, betont er.

Die Wohnungsbau Grönegau werde versuchen, die Mieter in einer städtischen Wohnung unterzubringen. Dies sei jedoch mit Blick auf die Tierhaltung der einen Partei nicht ganz leicht, räumte Dirk Hensiek ein. Zudem wolle sich die WBG auf dem freien Markt nach einer Unterkunft umsehen.

Mit Blick auf die Zukunft des Gebäudes zeichnet sich entweder eine Totalsanierung oder ein Abriss ab. Ein Erhalt sei im Hinblick auf die marode Bausubstanz aus wirtschaftlichen Gründen wohl nicht darstellbar, so der Geschäftsführer.

Die WBG hatte das Bahnhofsgelände unter der Prämisse erworben, den Bereich aufzuwerten und das Ortsbild vo Bruchmühlen zu verbessern.


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