Petunie entwickelt sich prächtig Blütenfülle in Melle zwischen Steinen und Sand

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Selbst ausgesucht hat sich eine Petunie ihren mageren Standort im Steinbeet, zur Freude von Hobbygärtnerin Annelies Wunderlich und Enkel Niklas Franz. Foto: Norbert WiegandSelbst ausgesucht hat sich eine Petunie ihren mageren Standort im Steinbeet, zur Freude von Hobbygärtnerin Annelies Wunderlich und Enkel Niklas Franz. Foto: Norbert Wiegand

Melle. Dort wo eigentlich nichts wachsen sollte, macht sich im Vorgarten von Annelies Wunderlich eine selbst ausgesäte Petunie breit.

Sie wächst zwischen Steinen direkt an der Südwand ihres Hauses an der Oberdorfstraße in Gesmold und avanciert dort zu einem echten Hingucker.

Im Frühling vor dreieinhalb Jahren entdeckte Annelies Wunderlich beim Entfernen unerwünschter Wildkräuter im Vorgarten einen doch etwas ungewöhnlichen spontanen Begleitbewuchs. Deshalb ließ sie das zarte Pflänzchen zwischen den großen Kieselsteinen stehen. Schon bald bestätigte sich ihre Vermutung, dass es sich um eine Petunie handeln könnte.

Offenbar genug Feuchtigkeit

„Vielleicht haben ja Ameisen ein Samenkörnchen dorthin transportiert, das in dem sandigen Untergrund doch genug Feuchtigkeit zum Keimen gefunden hat“, spekulierte damals die Blumenfreundin. Aus dem Pflänzchen wurde im Laufe des Sommers eine hübsch blühende Gartenblume.

Üblicherweise gelten Petunien als einjährig, da sie frostempfindlich sind. Deshalb ging die Hobbygärtnerin davon aus, dass es sich um eine Blütenfreude für einen Sommer handeln würde. Aber im nächsten Jahr schauten im Frühling gleich mehrere neue Triebe des südamerikanischen Nachtschattengewächses zwischen den Steinen hervor. Ein weiteres Jahr später waren es noch mehr Triebe, die inzwischen im Sommer für eine üppige Blütenpracht sorgen.

Scheint sich wohlzufühlen

„Die eigentlich nicht für diesen Standort vorgesehene Petunie scheint sich zwischen den Steinen mit Bausand darunter richtig wohlzufühlen“, meint auch Enkel Niklas Franz. „Ich werde oft darauf angesprochen, wie ich das so toll mit der Petunie hinkriege, aber diese Blume ist einfach nur ein Selbstläufer“, berichtet Annelies Wunderlich. Das Einzige, was sie der Pflanze gibt, ist ab und zu ein Schluck Wasser.

Erstaunlich ist auch, dass die Petunie sogar einen relativ harten Winter mit einer längeren Dauerfrostperiode bei Temperaturen unter minus zehn Grad überlebt hat. Vielleicht wirken die südliche Hauswand, die Steine und der Sand wie ein Schutzschild gegen Frost.

„Meine Oma ist eine wahre Blumenfreundin, sie hat einen grünen Daumen und viele Erfahrungen bei ihrer früheren Arbeit in einer Gärtnerei gesammelt“, zeigt Niklas Franz auf den 1000-Quadratmeter-Garten mit vielen Zierpflanzen. Seine Großmutter sei aber auch eine geschätzte Ratgeberin in Gartenfragen, ergänzt der Enkel. „Und manchmal hat sie dann auch noch einfach das Glück der Tüchtigen, dass sich eine schöne Blume unbestellt in ihrem Garten ansiedelt.“


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