234,3 Meter hoch So versteckt ist Melles höchste Erhebung: der Hesterbrink

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Eine Metallplatte auf einem Findling markiert Melles höchste Erhebung: den Hesterbrink. Foto: Karsten GrosserEine Metallplatte auf einem Findling markiert Melles höchste Erhebung: den Hesterbrink. Foto: Karsten Grosser

Melle. Der Hesterbrink ist Melles höchste Erhebung. 234,3 Meter hoch – und doch gut versteckt. Auf den digitalen Karten von Google und Apple ist er gar nicht zu finden. Wir waren trotzdem dort. Bitte folgen!

Von Bäumen und Sträuchern umschlossen weist ein Findling in den Meller Bergen auf die höchste Erhebung der Stadt hin. "Hester Brink im Moseler Berg", steht auf einer Metallplatte. Ein einsamer Ort. Ein versteckter Ort. Für manche ein unbekannter Ort: Wer in die Suche der digitalen Kartendienste von Google oder Apple "Hesterbrink Melle" eingibt, landet allenfalls in der Nähe der Kuppe. 

Eine Metallplatte auf einem Findling weist auf den Hesterbrink hin. Foto: Karsten Grosser

Wer es – aus Oldendorf via Essener Weg oder aus Ostenwalde via der Straße Moseler Berg – bis zum verzweigten Hesterbrinkweg geschafft hat, kann von dort einer Beschilderung folgen. Ein Wanderweg führt zum höchsten Punkt von Melle.

Ein Wanderweg führt zu Melles höchstem Punkt. Foto: Karsten Grosser

Das Wegzeichen HP

Der zunächst befahrbare Weg geht irgendwann in einen Waldweg über. Das Wegzeichen HP, in weißer Farbe auf Bäume gemalt, gerät in den Fokus. 

HP für "Höchster Punkt": Das Wegzeichen führt zum Hesterbrink. Foto: Karsten Grosser


Können Sie den Weg schon erkennen? Foto: Karsten Grosser

Bald müssen wir uns links halten. Nach einigen Schritten zwischen jungen Buchen hindurch sehen wir den Findling. Ein schattiges Plätzchen an diesem sonnigen Tag. Doch der Ausblick von diesem Punkt aus ist begrenzt. Vielmehr: Es gibt keinen Ausblick. Rundherum sind Pflanzen. Auf dem Hesterbrink ist die Ruhe zu Hause.

Ein Weg gesäumt von jungen Buchen führt zum Hesterbrink. Foto: Karsten Grosser

Ein guter Ort für einen Aussichtsturm?

Wäre der Hesterbrink nicht ein guter Ort für einen Aussichtsturm? "Wir haben schon drei Türme", sagt Jürgen Krämer, Sprecher der Stadt Melle, und zählt die Standorte Ottoshöhe, Friedenshöhe und Beutling auf. Ein weiterer Turm sei nicht geplant.

Nicht allzu weit entfernt vom Hesterbrink liegt die Sternwarte des Naturwissenschaftlichen Vereins Osnabrück. Foto: Karsten Grosser

In die Ferne können wir wenig später trotzdem gucken: Auf dem Weg zurück nehmen wir eine Auszeit, um gen Westen zu blicken. Dort, am Rande des Wäldchens, lädt eine Bank zum Verweilen ein. Nicht allzu weit weg steht die Sternwarte des Naturwissenschaftlichen Vereins Osnabrück. Am Horizont sind die Türme des Steinkohlekraftwerks Ibbenbüren zu erkennen.

Ein guter Anhaltspunkt, um den Hesterbrink zu finden, ist ein Funkmast, der nahe der höchsten Meller Erhebung auffällt. Das folgende Foto wurde in der Nähe der Sternwarte aufgenommen, die auf dem Gebiet des Stadtteils Oldendorf liegt.

Rechts vom Funkmast hinter der Baumreihe liegt mit dem Hesterbrink Melles höchste Erhebung. Foto: Karsten Grosser

Der Hesterbrink indes gehört zum Stadtteil Buer. Deshalb kümmere sich auch der Heimat- und Verschönerungsverein Buer um die Wanderwege zu der 234,3 Meter hohen Erhebung, erklärt Krämer. Dass dieser Punkt überhaupt erreicht werden kann, ist den Mitgliedern des Vereins zu verdanken. Sind Sie schon einmal dort gewesen? Höher hinaus können Sie in Melle nicht kommen – zumindest, wenn Sie mit beiden Beinen auf der Erde bleiben wollen ...


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