Perseiden und Planeten Spektakuläre Fotos: Wunder des Meller Sommerhimmels

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Oldendorf. Mehrere Hundert Interessierte fanden sich am Wochenende in den beiden Oldendorfer Sternwarten ein, um die Perseiden-Sternschnuppen zu beobachten.

Die Astronomische Arbeitsgemeinschaft und das Planetarium Osnabrück hatten auf die Sternwarte des Naturwissenschaftlichen Vereins Osnabrück (NVO) eingeladen. Bei klarem Himmel sahen am Samstag 100 Besucher nach Einbruch der Dunkelheit Dutzende Sternschnuppen. Während die im Freien besser zu sehen waren, konnten am 60-cm-Teleskop Venus, Jupiter und Saturn beobachtet werden.

Doch das Maximum des Sternschnuppenschauers sollte in der Nacht auf Montag folgen. Obwohl zeitweise starke Bewölkung die Bedingungen einschränkte, fanden nochmals 30 Himmelsgucker den Weg auf den Oldendorfer Berg. Besonders nach Mitternacht gab es häufiger klare Himmelsausschnitte und es leuchteten tatsächlich wesentlich mehr und hellere Sternschnuppen auf, eine sogar so hell, dass sie Schatten warf. Die Besucher waren so fasziniert, dass einige bis 1.30 Uhr ausharrten.

Zu Zeitraffer-Videos zusammengestellt

Gleichzeitig liefen mehrere Kameras, die allerdings nur die hellsten Schnuppen registrieren konnten. In der zweiten Nacht wurden auf 377 Aufnahmen elf Sternschnuppen nachgewiesen. Viel mehr Spuren erzeugten Flugzeuge und Erdsatelliten, die oft nur schwer von den Schnuppen zu unterscheiden sind. Aus den Einzelaufnahmen wurden Zeitraffer-Videos zusammengestellt.


Derweil begrüßte die Expo-Sternwarte 250 Besucher an beiden Tagen. Bis es dunkel genug war, konnten sie am Samstag zunächst am 1,12-m-Teleskop Planeten beobachten: die Sichelgestalt der Venus, die kräftigen Wolkenbänder auf Jupiter, Ringplanet Saturn, er zeigte sogar einige seiner Monde. Später den Mars.

Planetarischer Nebel in strahlend grüner Färbung

Als es dunkel genug wurde, versammelten alle sich auf der Wiese vor der Sternwarte. Einige Erdsatelliten flogen über den Himmel – viele Besucher hatten so etwas noch nie gesehen. Veränderungen in der Satellitenposition – etwa durch Lageänderung der Sonnensegel – bewirkten eine deutliche Helligkeitsänderung. Für einige völlig neu: Das matte Band quer über den Himmel war keine Stadtbeleuchtung. Nein, man sah sehr deutlich die Milchstraße, den Außenrand unserer kosmischen Heimatgalaxie mit Abertausenden schwächster Sterne. Zwischendurch immer wieder ein: „Ah, da war eine Schnuppe!“ „Ja, haben wir auch gesehen!“ Einige hellere Perseiden zeigten sogar explosionsartige Helligkeitsentwicklungen.

Als es am Sonntag aufklarte, konnten die Besucher zunächst am großen Spiegelteleskop einige Wunder des Sommerhimmels betrachten. Wie den Vierfachstern Epsilon Lyrae oder den Planetarischen Nebel NGC 6543 in seiner strahlend grünen Färbung Und natürlich Sternschnuppen in beachtlicher Häufigkeit.


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