Aktionstag am Sonntag Helfer-Crew aus Melle untersützt Hilfsprojekt in Brasilien

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Melle. Eine „Helfer-Crew“ mit Wellingholzhausenern und Gesmoldern engagiert sich für das Missions- und Hilfsprojekt Pedro Segundo im Nordosten von Brasilien.

Die Initiative wurde von Gertrud und Werner Ney nach Besuchen vor Ort gegründet. „Persönliche Beziehungen führten uns in den Jahren 2004 und 2005 nach Brasilien“, blickt Werner Ney auf die Ursprünge des Engagements zurück. „Dort haben die Armut der Landbevölkerung und insbesondere die traurige Lage der Schulkinder nachhaltige Eindrücke bei uns hinterlassen“, ergänzt Gertrud Ney.

Basar mit Flohmarkt

Es gäbe dort zwar formal eine Schulpflicht, diese werde aber nicht praktiziert und kontrolliert, gibt das Ehepaar Einblicke in seine damaligen Erfahrungen. „Deshalb wollten wir das sinnvolle Projekt der Nichtregierungs-Organisation „Mandacaru“ für eine Ganztagsschule bis zum Abitur auch von Wellingholzhausen aus unterstützen.“

„Da das Bildungszentrum Mandacaru derzeit von der Regionsregierung im Stich gelassen wird, ist Unterstützung jetzt besonders wichtig“, geht Mitstreiterin Monika Kückenbusch auf die aktuelle Lage ein. Die Initiative freut sich, dass das Projekt auch schon durch Kollekten der Kirchengemeinden Wellingholzhausen und Gesmold unterstützt wurde. Es gehe jetzt darum, dass die Öko-Schule, die Kindergärten, die Familien- und Säuglingspflege weiter bestehen. Ebenso müsse der Zisternenbau für die Landwirtschaft fortgesetzt werden, für den es ebenfalls wegen des Staatsbankrottes keine Zuschüsse mehr gibt.

„Der Name der Hilfsorganisation, die nach dem Kaktus Mandacaru benannt ist, ist sinngebend“, erklärt Werner Ney. „Denn dieser Kaktus kann sich verästeln, verzweigen, Blüten treiben, Früchte bringen, haushoch werden und über längere Zeit der Dürre standhalten.“ Dieses Bild trifft vielleicht auch auf den Wellingholzhausener Unterstützerkreis zu, der aus Bewohnern der Glatzer Straße 9, der Tilsiter Straße, der Schwestergemeinde Gesmold und persönlichen Freunden besteht.

Am 19. August von 11 bis 17 Uhr veranstaltet die Gruppe an der Glatzer Straße 9 einen Basar mit Flohmarkt, „um etwas Licht in den Alltag der Menschen zu bringen, die sich vor Ort um das Projekt sorgen.“ Dort werden erstklassig gearbeitete Produkte aus projekteigenen Webereien angeboten, wie Taschen, Rucksäcke, Sets, Federwühltaschen, Geschirrtücher und Puppenhängematten für die Kleinen. Im „Fachwerk 1775“ sind Grußkarten entstanden, außerdem gibt es Glas und Porzellan von einheimischen Künstlerinnen, handgearbeitete Halsketten, selbst gebackenes Brot, Marmeladen und Gelees aus der neuen Obst- und Beerenernte. Die Produkte für den Basar stapeln sich derzeit im Keller von Markus Brinkmann.

Rahmenprogramm

Für den Flohmarkt nehmen die Initiatoren noch gerne Spenden an, vor allem spannende Lektüre, Abenteuerbücher für Kinder und Puzzles. Zum bunten Rahmenprogramm gehört auch ein Glücksrad mit kleinen Preisen, es gibt Grillwurst, Suppe, Waffeln, Kuchen, Kaffee und kalte Getränke. Informationen zum Projekt gibt es in einem Video und mit Lichtbildern, die um 12, 14 und 16 Uhr in der Garage gezeigt werden. „Den Erlös des gesamten Basars leiten wir ungekürzt an die Missionshilfe Pedro II weiter“, verspricht Gertrud Ney. Für Spenden können Spendenquittungen ausgestellt werden.

Weitere Infos unter Telefon 05429/928288 bei Gertrud und Werner Ney.


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