600 Orte in Niedersachsen Tag des offenen Denkmals ohne Melle

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Das Industriedenkmal eines Kalkofens im Meller Stadtteil Oldendorf hätte in das diesjährige Konzept gepasst. Foto: Christoph FrankentDas Industriedenkmal eines Kalkofens im Meller Stadtteil Oldendorf hätte in das diesjährige Konzept gepasst. Foto: Christoph Frankent

Melle. Mehr als 7.500 historische Baudenkmale, Parks oder archäologische Stätten öffnen zum „Tag des offenen Denkmals“ am 9. September ihre Türen. Davon rund 600 in Niedersachsen. Melle ist nach Angaben der Deutschen Stiftung Denkmalschutz nicht dabei.

Die Stiftung mit Sitz in Bonn koordiniert die bundesweite Aktion.

„Dass die Feier zu 25 Jahren Tag des offenen Denkmals in Deutschland mit dem Europäischen Kulturerbejahr 2018 zusammenfällt, kommt wie gerufen“, erklärte Stiftungsvorstand Steffen Skudelny. Der Tag des offenen Denkmals habe sich innerhalb von 25 Jahren zur größten Kulturveranstaltung Deutschlands entwickelt. „Dies ist der Begeisterung und dem Engagement der vielen Planungspartner zu verdanken: den Denkmaleigentümern, den Denkmalfachleuten, den Gemeinden und Städten und nicht zuletzt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.“

Nur wenige Klicks

Gut gemacht ist der Online-Auftritt der Stiftung zum Thema: Mit wenigen Klicks landet der Nutzer so auch bei den Angeboten im Landkreis Osnabrück. Dort sind aufgeführt: Bad Essen, Bad Iburg, Bad Rothenfelde, Bramsche, Dissen, Fürstenau, Georgsmarienhütte, Hasbergen, Ostercappeln, Quakenbrück und Wallenhorst: Melle glänzt wie bereits in den Vorjahren durch Abwesenheit.

Wie das kommt? Die federführende Stiftung nimmt Meldungen von Behörden, Kommunen, Eigentümern, Kirchengemeinden und Privatleuten entgegen. „Außerdem schreiben wir Anfang des Jahres alle Veranstalter der vergangenen Jahre an“, erklärte eine Stiftungssprecherin am Montag auf Anfrage.

2012, 2016 und 2017 waren im Wechsel das Fachwerk 1775, St. Petri und die Christopherus Kirche in Neuenkirchen, die Martinikirche in Buer, die Marienkirche in Oldendorf und die Eigentümer von Schloss Königsbrück noch aufgesprungen und hatten den Besuchern interessante Eindrücke gewährt.

Stadt fand kein Objekt

Bauamtsleiter Rainer Mallon, zu dessen Amt auch der städtische Denkmalpfleger gehört, verwies auf die angespannte Personalsituation. Deswegen sei es nicht möglich gewesen, sich auch noch um dieses Thema zu kümmern.

Stadtsprecher Jürgen Krämer dagegen verwies auf ein Treffen zwischen Vertretern der Stadt, des Heimatvereins sowie der städtische Gästeführer vor einigen Monaten. Dabei ging es um die mögliche Teilnahme am „Tag des offenen Denkmals“. Im Mittelpunkt hätten Objekte der Stadt gestanden, die mit dem Motto des diesjährigen Aktionstages „Entdecken, was uns verbindet“ inhaltlich korrespondieren. „Die Gesprächsteilnehmer kamen nach intensiver Diskussion darin überein, dass keines der städtischen Objekte geeignet ist, den diesjährigen Leitgedanken des Denkmaltages mit einem geeigneten Programm zu verknüpfen“, sagte Krämer. Daher habe die Stadt kein Objekt gemeldet.

Das Programm

Warum sich andere Institutionen aus Melle nicht beteiligen, könne die Stadt nicht sagen, zumal die Anmeldungen nicht zentral über sie, sondern die Stiftung liefen.

Das bundesweite Programm ist unter www.tag-des-offenen-denkmals.de zu finden.


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