2000 Zuschauer beim 7. RiNK Feiernde Festivalmeute in Melle-Neuenkirchen

Von Lena Menkhaus

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Neuenkirchen. Um die 2000 Leute feierten am Wochenende beim 7. RiNK Festival in Melle-Neuenkirchen. „Die ersten Camper kamen in diesem Jahr schon am Mittwoch“, berichtet Jonas Bextermöller vom RiNK Team. Den Autokennzeichen auf dem Camping- und Parkplatz zufolge hat das „Rock in Neuenkirchen“ auch Fans in Köln, Emden und Bremen.

Am Freitag machte Bad Temper Joe bei bestem Wetter mit eindringlichem Blues den Auftakt und begeisterte ein noch etwas zaghaftes Publikum. Bei der Indieband Havington aus Bremen wurde dann schon etwas getanzt, spätestens Die Lieferanten (Münster) überzeugten das Festivalpublikum mit ihrem „Schabernacksoul“, zur Bühne zu kommen und sich zu bewegen. Dünamit aus Bielefeld hielten das Publikum und überzeugten mit Genre-Vielfalt. Als abschließend die Gebrüder Brandmann die Bühne betraten, feierte das Publikum den „Donner-Rock“, bevor es zur Aftershowparty in das Tanzzelt ging. Dort ging es noch bis 5 Uhr ausgelassen weiter.

Chor auf Tieflader

Der Samstag startete mit einer Premiere. Um 15.30 Uhr rollte der Männergesangsverein Concordia St. Annen mit einem Tieflader auf das Stoppelfeld an der Brinkerstraße. Der Chor eröffnete mit vier gängigen Stücken aus Pop- und Rockmusik den zweiten Tag, bevor der zweite Tieflader mit dem Posaunenchor Neuenkirchen anrollte, die die Eröffnung mit drei Swing-Stücken abrundeten. „So ähnlich wie in Wacken, nur eben kleiner“, erklärte Frieda Wieczorek, die mit ihrer charmanten Moderation durch das gesamte Programm des Wochenendes führte.

Perfekte Festivalstimmung am frühen Abend

Um 17 Uhr wurde es laut. Die spontan eingesprungenen Renegades aus Melle informierten mit Stoner und Hardrock nicht nur die umliegenden Ortschaften, dass das Festival nun gestartet ist, sie brachten auch zahlreiche Fans in Renegades-T-Shirts mit. Nach Indie-Rock der Peals aus Münster wurde es ab 19 Uhr mit dem Singer/Songwriter-Duo Moe und Joschka Brings ruhiger auf und vor der Bühne. „Die perfekte Festivalstimmung am frühen Abend“, freute sich Julia Pörschke, die aus der gut besuchten Markenbude einen guten Überblick über den gesamten Platz hatte. Kurz nach acht stand dann die Band mit der weitesten Anreise auf der Bühne. Ouzo Bazooka aus Tel Aviv begeisterten passend zum Sonnenuntergang mit orientalischen Klängen, den sie „Middle Eastern Psychedelic Rock“ nennen. „Natürlich kamen Ouzo Bazooka nicht direkt aus Tel Aviv zu uns“, so Johannes Kronfeld vom Orgateam. „Am Freitag waren sie in Hannover und da hat Neuenkirchen einfach gut in den Tourplan gepasst. Wir freuen uns total, dass Ouzo Bazooka bei uns einen Stop gemacht haben!“ Die Band spiele am liebsten auf kleinen atmosphärischen Festivals auf dem Land und freute sich über die gute Stimmung auf dem RiNK.

Reggae und Dancehall auf der Bühne und im Zelt

Als Hauptact enterten gegen 22 Uhr Denham Smith feat. Fulltune Clan die Bühne. Und sowohl auf der als auch vor der Bühne wurde es schlagartig voller. Die neunköpfige Kombo heizte dem Publikum mit Roots Reggae und Dancehall ein. Eineinhalb Stunden tanzten und feierten die Zuschauer zum einzigartigen Sound der Band. Die Botschaft „Love, no hate!“ hätte auch das Motto des Festivals sein können. „Generell kann man sagen, dass das RiNK 2018 eine rundum entspannte und friedliche Veranstaltung war“, zog Raphaela Gerling vom RiNK-Team eine erste Bilanz. Die Tanzlaune riss nicht ab, als Local Shop als letzter Act die Bühne betrat und sich mit deutlich mehr Publikum konfrontiert sah, als bei ihrem Auftritt im verregneten Jahr 2017. Und auch nach dem energiegeladenen Auftritt des Duos wurde noch lange im Tanzzelt weitergefeiert, in dem sich die DJs am Hauptact des Abends orientierten und der feiernden Festivalmeute mit Reggae- und Dancehallsounds einheizten.

„Es war einfach toll“

Derweil hatten es sich auf der anderen Seite des Platzes viele Besucher in dem Dreieck zwischen Bierwagen, Wurstbude und Cocktailstand gemütlich gemacht. Die Zahl der Verkaufs- und Essensstände war deutlich gestiegen und auch die Standbetreiber waren von der schönen Atmosphäre und dem netten Publikum begeistert. Die australische Besitzerin des Kaffeestandes, die am Freitagmorgen wegen des stürmischen Nacht schon fast abreisen wollte, sprach sogar vom schönsten Festival, auf dem sie je war. Einen wunderbaren Abschluss fand das RiNK 2018 in einem perfekten Sonnenaufgang und einem leckeren Festivalfrühstück am Sonntagmorgen. „Wir sind rundum zufrieden. Nach dem verregneten letzten Jahr konnte es ja quasi nur besser werden, und es war einfach toll. Super Wetter, nettes Publikum. Alle haben sich an das Grillverbot gehalten und sogar Camping- und Parkplätze wurden sehr ordentlich hinterlassen“, freute sich Jonas Bextermöller.


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